News articles

Weltraumexperte Harald Posch verstorben

Die TU Wien trauert um Harald Posch, Vorsitzender des Rates der europäischen Weltraumagentur ESA und Leiter der Agentur für Luft- und Raumfahrt in der FFG, der am 21. Mai verstorben ist.

Harald Posch

Harald Posch

Harald Posch

Harald Posch

Harald Posch arbeitete seit 1984 bei der Österreichischen Raumfahrt- und Systemtechnik ORS (heute: RUAG Space) und war dort ab 1998 als Consultant und Manager auf Zeit tätig. 2002 wechselte er in die Österreichische Gesellschaft für Weltraumfragen ASA. Ab 2005 leitete er die Agentur für Luft- und Raumfahrt in der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Als Vertreter Österreichs war Harald Posch in vielen Gremien in der Europäischen Weltraumagentur, in der Europäischen Union, der International Academy of Aeronautics, der International Aeronautic Federation. Darüber hinaus war der Experte für Weltraumangelegenheiten beim Haager Schiedsgerichtshof tätig und Vorsitzender des Programmkomitees der Weltraum-Sommerschule Alpbach. Seit Mitte 2014 leitete er das höchste Entscheidungsgremium der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Er war der erste Österreicher in dieser Funktion.

Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, Geschäftsführer FFG, würdigen die Leistungen von Posch: "Harald Posch hat sich große Verdienste um die Weltraumforschung und -technologie in Österreich und in ganz Europa erworben. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass sich Österreich in den letzten Jahren zu einem aktiven Partner bei einer Vielzahl von Weltraumprojekten und -missionen entwickelt hat." Für Infrastrukturminister Alois Stöger verliert Österreich mit Posch "nicht nur einen führenden Experten im Bereich der Weltraumforschung, sondern auch jemanden, der andere mit seiner Begeisterung für die Forschung mitreißen konnte."

Das TU-Department für Geodäsie und Geoinformation wurde von Harald Posch besonders bei der Entwicklung neuer wissenschaftlicher Methoden im Bereich der Erdbeobachtung und Satellitennavigation unterstützt. "Harald Posch hat es durch sein persönliches Engagement möglich gemacht, dass viele europäische Vorzeigeprojekte nach Österreich gekommen sind", erinnert sich Prof. Wolfgang Wagner.

Harald Posch hinterlässt eine menschliche und fachliche Lücke. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.


Bild: © FFG/Spiola