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TU Forscher bei „Elite-Gipfel“ in Berlin

Unter dem Motto „Elite Gipfel 2010 – Neue Idole braucht das Land“ trafen sich am 15.12.2010 Hoffnungs- und VerantwortungsträgerInnen unter 40 aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in der Bertelsmann Repräsentant im Kommandantenhaus in Berlin. Mit dem Quantenphysiker Thorsten Schumm war erstmals ein Forscher aus Österreich dabei.

Thorsten Schumm (Foto Wilke)

Thorsten Schumm (Foto Wilke)

Thorsten Schumm (Foto Wilke)

Thorsten Schumm (Foto Wilke)

Seit 2007 versammelt das Wirtschaftsmagazin CAPITAL „4 mal 40 unter 40“ um über verantwortliches und nachhaltiges Handeln und Entscheiden zu diskutieren. Mit dem Quantenphysiker Thorsten Schumm (35, TU Wien) war dieses Jahr erstmalig ein in Österreich arbeitender Forscher mit dabei.

Die Liste der TeilnehmerInnen liest sich wie ein who-is-who der deutschen Politik und Wirtschaft. Namen wie Karl-Theodor zu Guttenberg (39, Verteidigungsminister), Kristina Schröder (33, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Philipp Rösler (33, Gesundheitsminister), aber auch Thorsten Schmid (38, Gildemeister), Frank Krings (38, Hypo Real Estate Holding) Victoria Strehle (33, Strenesse) zeigen, dass die Generation „thirtysomething“ längst in den Schaltzentralen der Macht angekommen ist.

Ob damit aber auch eine neue Kultur der Verantwortlichkeit eingezogen ist, war Gegenstand mehrere Podiumsdiskussionen. Kritische Stimmen waren mit Julia Friedrichs (31, Autorin von „Gestatten, Elite“), Aygül Özkan (39, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen, erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland) und Dr. Christian Humborg (37, Transparency International Deutschland) vertreten. Den „Gute Kapitalisten“ gaben unter anderem Rüdiger Grube (59, Vorstand Deutsche Bahn), Reinhard Clemens (50, CEO T-Systems, Mitglied des Vorstandes Deutsche Telekom) und Marius Möller (46, Mitglied des Vorstandes PricewaterhouseCoopers).

Insbesondere die unvermeidliche Diskussion über Spitzengehälter und Bonuszahlungen bzw. deren „Vermittelbarkeit“ zeigte deutlich, dass auch in der neuen Generation der Konflikt zwischen „gut verdienen“ und „gut handeln“ individuell sehr unterschiedlich gelöst wird.

Die teilnehmenden WissenschaftlerInnen konnten sich hier entspannt zurücklehnen. Unser Engagement für Wissensmehrung und –vermittlung wurde allgemein gelobt, unsere Gehalts- und Pensionsforderungen halten sich in „vermittelbaren“ Grenzen. Ob unter den künftigen „neuen Idolen“ daher besonders viele ForscherInnen zu finden sein werden, bleibt dennoch abzuwarten.