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Steuer- und abgabenrechtliche Neuerungen & neue Formulare

Neuerungen bei Nebentätigkeiten & neue Formulare:
Da es bei den Nebentätigkeiten ab 2012 zu einigen kleineren Veränderungen kommt (kein Beitrag zur Pensionskasse aus Nebentätigkeitsentgelt, kein Sonderzahlungsteil aus Nebentätigkeitsentgelt für Beamte) haben wir die Gelegenheit genutzt und für Sie verbesserte Versionen der Nebentätigkeitsformular erstellt.
Sie finden diese, nun nach Beamten, Angestellten nach dem VBG und KV Angestellten getrennt, unter:
http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/Formulare/Nebentaetigkeit_Beamte.pdf
http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/Formulare/Zus_Bezug_VB.pdf
http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/Formulare/Zus_Bezug_KV.pdf

Die Formulare enthalten eine automatische Näherungsrechnung des durch die Nebentätigkeit entstehenden Bruttogehalts und der damit verbundenen Kosten (inkl. Lohnnebenkosten) der TU Wien, getrennt nach den 3 Dienstnehmergruppen, um Ihnen die Planung zu erleichtern. Bedenken Sie bitte, dass diese Nebentätigkeitsformulare nicht für Globalbudgetzahlungen verwendet werden können, diese können ausschließlich von den Personalabteilungen angewiesen werden.

Bitte verwenden Sie ab sofort nur noch diese neuen Formulare, und senden Sie sie zur Bearbeitung wie gewohnt ausgedruckt und unterschrieben an die Lehrabgeltung der Quästur.
Wir hoffen Ihnen mit dieser Neuerung die Arbeit und Planung erleichtern zu können.

Relevante Änderungen ab 01.01.2012 bei Sozialversicherungswerten:
Geringfügigkeitsgrenze:
täglich                                             28,89 Euro
monatlich                                       376,26 Euro

Höchstbeitragsgrundlage:          
laufendes Entgelt täglich                          141 Euro
laufendes Entgelt monatlich                   4.230 Euro
Sonderzahlungen                                  8.460 Euro

Arbeitslosenversicherungsbeitrag:
Bei Einkommen bis 1.186 Euro                                    0%
Bei Einkommen über 1.186 Euro bis 1.294 Euro              1%
Bei Einkommen über 1.294 Euro bis 1.456 Euro              2%
Bei Einkommen über 1.456 Euro                                  3%

Änderungen betreffend der Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel für die großen Pendlerpauschale:
Generell gilt, dass das große Pendlerpauschale nur für ArbeitnehmerInnen gewährt werden kann, deren Arbeitsplatz mindestens zwei Kilometer von der Wohnung entfernt, und die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht möglich oder nicht zumutbar ist.

Die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist dann nicht zumutbar, wenn zumindest auf dem halben Arbeitsweg kein öffentliches Verkehrsmittel oder nicht zur erforderlichen Zeit verkehrt (z.B. Nachtarbeit), oder eine dauernde starke Gehbehinderung vorliegt und die Behinderte/der Behinderte einen Ausweis gemäß § 29b StVO (Straßenverkehrsordnung) besitzt.

Als Ober- bzw. Untergrenze gilt:
Die Benützung des Massenbeförderungsmittels ist jedenfalls zumutbar, wenn die Wegzeit für die einfache Wegstrecke mit dem Massenbeförderungsmittel nicht mehr als 90 Minuten beträgt. Die Benützung des Massenbeförderungsmittels ist jedenfalls unzumutbar, wenn die Wegzeit für die einfache Wegstrecke mit dem Massenbeförderungsmittel mehr als 2,5 Stunden beträgt.

Beträgt die Wegzeit für die einfache Wegstrecke mit dem Massenbeförderungsmittel mehr als 90 Minuten aber nicht mehr als 2,5 Stunden, ist die Benützung des Massenbeförderungsmittels zumutbar, wenn die Wegzeit für die einfache Wegstrecke  mit dem Massenbeförderungsmittel höchstens dreimal so lange dauert als die Fahrzeit mit dem Kfz.

Änderungen bei der Kinderzulage (nun Kinderzuschuss)gemäßVertragsbedienstetengesetz (VBG):
Mit 01.01.2012 wurde die Kinderzulage des § 8a Abs 1 VBG (bisher EUR 14,50 pro Monat und Kind, SZ-wirksam) gestrichen.
Anstelle dieser Kinderzulage wurde mit § 16 VBG der Anspruch auf einen Kinderzuschuss geschaffen, dieser beträgt nun EUR 15,60 pro Kind und Monat und wird auch für Teilzeitbeschäftigungen ohne Kürzungen gewährt, ist jedoch nicht mehr SZ-wirksam (nur 12-mal im Jahr ausbezahlt).

Sollten Sie zu einem der Punkte Fragen haben so steht Ihnen unser Team Lohnverrechnung (lohnverrechnung@quaestur.tuwien.ac.athttp://www.tuwien.ac.at/dle/quaestur/mitarbeiterinnen/team_lohnverrechnung/) gerne zur Verfügung.

 

Ergänzung der Steuerkennzeichen in der Warengruppenaufstellung:
Die unter http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/doc/Warengruppen_mit_Steuerkennz.xls verfügbare Aufstellung der Warengruppen wurde um einige Steuerkennzeichen ergänzt.

Neuerungen im Umsatzsteuerrecht bei Lieferungen von Mobilfunkgeräten und internen Schaltkreisen:
Sowohl inländische als auch ausländische Lieferungen von Mobilfunkgeräten und integrierten Schaltkreisen an inländische Leistungsempfänger werden wie eine sonstige Leistung behandelt, wenn das ausgewiesene Entgelt (Rechnungsbetrag bzw. Auftragswert) mindestens EUR 5.000,- beträgt.
Es findet also ein Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger statt. 
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.tuwien.ac.at/dle/quaestur/steuerrichtlinien/ 

Neuerung bei Rechnungen für Messen, Kongresse, etc.:
Ausländische Veranstalter von Messen, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Kongressen im Inland müssen Rechnungen mit inländischer Umsatzsteuer ausstellen, unabhängig davon, ob die TeilnehmerInnen (umsatzsteuerrechtlich) Unternehmer oder Privatpersonen sind. 
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.tuwien.ac.at/dle/quaestur/steuerrichtlinien/ 

Klarstellung betreffend die Umsatzsteuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 11 lit b UStG für Privatlehrer durch die Finanzverwaltung:
Die Umsatzsteuerbefreiung für Privatlehrer (gilt ebenso für Vortragende an Universitäten) erstreckt sich nur auf die Tätigkeit der Unterrichtserteilung, sowie damit in Zusammenhang stehende "organisatorische Tätigkeiten von untergeordnetem Ausmaß, die sich unmittelbar auf die Unterrichtstätigkeit beziehen (z.B. Vervielfältigung von Präsentationsunterlagen)". Andere organisatorische Tätigkeiten müssen nach Auffassung der Finanzverwaltung als eigenständige Tätigkeiten betrachtet werden, auf die die Umsatzsteuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 11 lit b UStG keine Anwendung findet.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.tuwien.ac.at/dle/quaestur/steuerrichtlinien/ 


Sollten Sie zu einem der Punkte Fragen haben so steht Ihnen unsere Stabstelle (steuer@quaestur.tuwien.ac.athttp://www.tuwien.ac.at/dle/quaestur/mitarbeiterinnen/) gerne zur Verfügung.