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Regelungstechniker Thomas Kiefer wird mit Ressel-Preis 2008 ausgezeichnet

Der Projektassistent, der in der Forschungsgruppe von Professor Andreas Kugi im Jahr 2007 vom Saarland an das Institut für Automatisierungstechnik und Regelungstechnik der Technischen Universität (TU) Wien wechselte, erhält die Auszeichnung für seine Dissertation über die Modellierung und Regelung des Walzprozesses von Grobblechen.

Thomas Kiefer

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Wien (TU). – Grobbleche, die unter extremen Bedingungen wie beispielsweise im Pipelinebau zum Einsatz kommen und definitionsgemäß über eine Mindestdicke von drei Millimetern verfügen, müssen ständig wachsenden Qualitätsanforderungen hinsichtlich der Materialeigenschaften und Toleranzen entsprechen. Thomas Kiefer beschäftigte sich im Rahmen seiner Dissertation, die er im Jänner 2004 noch an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Deutschland, begann, mit dem Thema „Modellierung und Regelung des Warmwalzprozesses von Grobblechen im Hinblick auf die Vermeidung von Ebenheitsdefekten“. Eine spezielle Art von Ebenheitsdefekten wird im Fach-Jargon auch als Ski-Effekt bezeichnet, da sich bei diesem die Walztafelenden bei Austritt der Walztafel nach oben beziehungsweise nach unten biegen können, so dass die Form der Walztafeln mit der eines Skis zu vergleichen ist. Neben der Verminderung der Ebenheitsqualität kann die Ausbildung großer Skienden bis zur Zerstörung von nachfolgender Mess- beziehungsweise Prozesseinrichtungen führen und sollte daher unter allen Umständen verhindert werden. Zu diesem Zweck wurde von Thomas Kiefer ein umfassendes systematisches Regelungskonzept zur Unterdrückung des Skieffektes beim reversierenden Grobblechwalzen entwickelt, welches auf einem neuartigen echtzeitfähigen mathematischen Modell des Materialverhaltens beruht. Die Ergebnisse der Modellierung und des Reglerentwurfs konnten durch Simulationen und Testmessungen bei der AG der Dillinger Hüttenwerke verifiziert werden.

Im Rahmen einer Promotionsfeier, die am 16. Oktober 2008 um 13 Uhr c.t. im Festsaal der TU Wien (4., Karlsplatz 13) stattfindet, wird der mit 13.000 Euro dotierte Resselpreis der TU Wien an Thomas Kiefer verliehen. Das Preisgeld erhält laut den Statuten das Institut, das für das Zustandekommen des Forschungsgegenstandes (Forschungsauftrag im Drittmittelbereich) und für die Betreuung der Dissertation des Preisträgers hauptverantwortlich war, zur Verfügung gestellt.

Thomas Kiefer ist am 8. Februar 1980 in Merzig/Deutschland geboren und studierte an der Universität des Saarlandes von 1999 bis 2003 Elektrotechnik. Im Anschluss begann er seine Dissertation und wechselte im Juni 2007 gemeinsam mit Professor Andreas Kugi an die TU Wien. Seit Jänner 2008 ist er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik an der Technischen Universität Wien, wo er sich mit physikalisch basierter Modellierung sowie Steuerungs- und Regelungsentwürfen für mechatronische Systeme, insbesondere im Hinblick auf Anwendungen im Walzwerksbereich beschäftigt.

Fotodownload: https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=8091

Link: http://cds.acin.tuwien.ac.at/users/thomas-kiefer.html

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Dr. Thomas Kiefer
Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik       
Technische Universität Wien
Gußhausstraße 25-29// 376, 1040 Wien
T +43/1/58801 – 77623
F +43/1/58801 - 37699
E kiefer@acin.tuwien.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Hallegger
TU Wien - PR und Kommunikation
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E daniela.hallegger@tuwien.ac.at
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