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Gedenken an 1. TU-Direktor Johann Joseph Ritter von Prechtl: Kranzniederlegung am Wiener Zentralfriedhof

Das Vorsitzendenteam des Senats der TU Wien gedachte am 16. November mit einer Kranzniederlegung beim Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof der bedeutenden Verdienste des 1. Institutsdirektors Johann Joseph von Prechtl.

Simone Knaus, Emmerich Bertagnolli, Norbert Holzinger (v.l.n.r.)

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Simone Knaus, Emmerich Bertagnolli, Norbert Holzinger (v.l.n.r.)

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1. TU-Direktor Johann Joseph Ritter von Prechtl: Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof

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1. TU-Direktor Johann Joseph Ritter von Prechtl: Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof

1. TU-Direktor Johann Joseph Ritter von Prechtl: Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof

1. TU-Direktor Johann Joseph Ritter von Prechtl: Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof

"Im Namen aller TU Angehörigen wollen wir mit dieser Kranzniederlegung ein würdevolles Zeichen der Anerkennung und des Gedenkens setzen. Johann Joseph Ritter von Prechtl war eine faszinierende Persönlichkeit, die durch ihre Tatkraft, ihre Vielseitigkeit und ihre Begeisterung für die technischen Wissenschaften ihre Strahlkraft bis heute nicht verloren hat", so Prof. Emmerich Bertagnolli, Vorsitzender des Senats der TU Wien.

Die Person
Am 16. November 1778 im fränkischen Bischofsheim geboren, wurde Prechtl 1809 zum Direktor der neu gegründeten „Real- und Navigationsakademie“ in Triest und ein Jahr später als Lehrer an die Realakademie zu St. Anna in Wien berufen. Zeitgleich wurde er von der k.k. Hofkammer mit der Erarbeitung eines Studien- und Organisationsplans für ein Polytechnisches Institut in Wien beauftragt. Dieser Organisationsplan wurde letztlich von Hofkammer, Studienhofkommission und von Kaiser Franz I. selbst akzeptiert und Prechtl am 24. Dezember 1814 zum 1. Direktor des neu errichteten "k.k. Polytechnischen Instituts", dem Vorläufer der Technischen Universität Wien  bestellt. 
Ein ausführliches Porträt lesen Sie hier: http://www.tu200.at/beruehmte-persoenlichkeiten-johann-joseph-von-prechtl
Johann Josef von Prechtl starb am 28. Oktober 1854 im Alter von 76 Jahren in Wien und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Gruppe  43 D – Nr. 1) beigesetzt.

Das Institut
Das Institut sollte ab 1815 drei Aufgabengebiete abdecken: 1.) eine technische Lehranstalt mit wissenschaftlichem Anspruch sowie 2.) ein "Konservatorium für Wissenschaft und Künste" und schließlich 3.) als Verein zur Förderung der "Nationalindustrie" wirken. Als technische Lehranstalt umfasste es eine technische und eine kommerzielle Abteilung sowie eine zweijährige Realschule als Vorbereitungsschule. Die Professoren waren jenen an einer Universität gleichgestellt. Prechtl stand dem "k.k. Polytechnischen Institut" bis 1849 als Direktor vor.

Der Nachwuchs
"Ein TU-Studium heute ist mit der Ausbildung von damals nicht zu vergleichen. Trotzdem ist der ‚Prechtl-Spirit‘ noch spürbar weil TU-Studierende tatkräftig und innovativ sind. Ganz so wie Prechtl als Direktor es war", ist Norbert Holzinger, Studierendenvertreter und Mitglied des Senatsvorsitzes, überzeugt. "Ein Gedenkkranz in Kreisform ohne Anfang und Ende ist ein Symbol für die Ewigkeit. Es zeigt, dass Zukunft ohne Vergangenheit nicht möglich ist, lässt uns über die Geschichte nachdenken, und soll Bewusstsein schaffen. In den Gedanken an die Toten wachsen die Blumen als Zeichen der neuen Ideen und Entwicklungen, die die TU Wien gesellschaftlich und technisch in den letzten 200 Jahren vorangebracht haben", so Holzinger weiter. Es soll jedoch nicht vergessen werden, dass der Kranz auch ein Mahnmal dafür ist, dass sich Fehler - gesellschaftliche und technische - immer wiederholen können.

Johann Joseph Ritter von Prechtl‐Medaille
In Würdigung seiner großen Verdienste stiftete 1950 das Professorenkollegium der Technischen Hochschule Wien die Johann Joseph Ritter von Prechtl-Medaille. Diese höchste Auszeichnung, die das Rektorat vergeben kann, wird für bedeutende Leistungen auf den Gebieten der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Architektur verliehen. Die jüngste Verleihung der Medaille an Prof. Herbert Stachelberger und Prof. Manfred Grasserbauer fand am 29.10.2015 statt.

 

Bilder: © TU Wien | Thomas Blazina