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fFORTE_Coaching 2008/09: Mehr Frauen in die Forschung

Im Rahmen von „fFORTE – Frauen in Forschung und Technologie“ startet das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung am 3. Oktober 2008 einen weiteren Durchgang des Projektentwicklungsprogramms fFORTE_Coaching. Damit werden Frauen ein Jahr lang intensiv in ihrer wissenschaftlichen Karriereplanung unterstützt und zu nationalen wie EU-Forschungsanträgen motiviert. Das modular aufgebaute Training findet in dieser Form bereits zum dritten Mal in Folge statt.

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30 österreichische Wissenschafterinnen starten durch

Aus über 50 Bewerberinnen wurden 30 Forscherinnen aus den Fachrichtungen Technik, Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaften von einer Jury, bestehend aus Dr. Gert Dressel vom Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung (IFF Wien) und Dr. Susanne Schwinghammer, Geschäftsführerin der Wiener Agentur für Wissenschafts-kommunikation science2public im Auftrag des BMWF ausgewählt. Die Teilnehmerinnen erhalten im laufenden Studienjahr 2008/09 ein speziell für sie zugeschnittenes Projekt- und Persönlichkeitstraining. „Das fForte_Coaching begleitet jedes Jahr Forscherinnen bei wichtigen Karriereschritten und bietet dabei konkrete und professionelle Hilfestellung, nämlich genau da, wo sie gerade gebraucht wird“, beschreibt Wissenschaftsminister Hahn die Maßnahme des BMWF.

Bei der Auswahl der Kandidatinnen wurde auf Heterogenität und Interdisziplinarität geachtet, um einen möglichst hohen Grad an Vernetzung und Diversität in der Trainingsgruppe zu erzielen. So nehmen sowohl Wissenschafterinnen unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen als auch Frauen aus der inner- und außeruniversitären Forschung an den fFORTE_Coachings teil.

Mehr Frauen in der Forschung

Bisher haben rund 80 Forscherinnen aus Österreich die fFORTE_Coachings erfolgreich absolviert. Dazu Organisationsberaterin Dr. Regina Hajszan, Teilnehmerin im Studienjahr 2007/08: „Ich habe mich für das fFORTE_Coaching entschieden, weil es gleichermaßen technische und „softe“ Inhalte, etwa Teambuilding oder Projektleitung, vermittelt. Über-raschend profitiert habe ich rückblickend auch von den beruflichen Erfahrungen und Hintergründen der anderen Teilnehmerinnen.“
Mit Hilfe des fFORTE_Coachings werden die Wissenschafterinnen motiviert werden, sich vermehrt an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu beteiligen, um den anhaltend geringen Frauenanteil in Forschungsteams zu erhöhen. Darüber hinaus sollen Genderthemen auch in technisch-naturwissenschaftlichen Forschungsprojekten verankert werden.

Das praxisnahe Projekt- und Persönlichkeitstraining gliedert sich in acht aufeinander aufbauende Module. In jeweils zweitägigen Coachings werden den Teilnehmerinnen die wichtigsten Instrumente für erfolgreiche Projektentwicklung und Antragstellung vermittelt. Sie werden dabei unterstützt, das Erlernte in einen praktischen Bezug zur eigenen Forschungsarbeit zu stellen und in die Projektentwicklung einfließen zu lassen.

Zusätzlich vermittelt das fFORTE_Coaching Tools zur wirkungsvollen Selbstpräsentation, zum Selbstmarketing und Zeitmanagement und zur Work-Life-Balance. Diese Soft Skills sind Teil des Lehrplans, weil Frauen in unserer hegemonialen Gesellschaft von anderen Voraussetzungen ausgehen müssen als Männer bzw. von bestimmten Faktoren anders betroffen sind und daher gefordert sind, eigene Strategien zu entwickeln. Und dabei soll das Coaching helfen.

Aufgrund der positiven Resonanz im vergangenen Studienjahr bietet fFORTE_Coaching auch heuer wieder die Möglichkeit, gegen eine moderate Kostenbeteiligung drei Einzelcoaching-Stunden zusätzlich zum regulären fFORTE_Coaching in Anspruch zu nehmen. Hier können mit den vertrauten TrainerInnen vor allem Themen und Probleme behandelt werden, die die Frauen in der Gruppe nicht ansprechen können oder möchten.