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Erfolgreiche Qualitätsinitiative

Am 9. und 10. Juli trafen einander ExpertInnen und Interessierte beim Workshop "Qualität in der Lehre: Case Studies" an der TU Wien. Resümee: praxisnah und umsetzbar. Im November folgt eine Fortsetzung.

Geodreieck

Geodreieck

Am 09. - 10. Juli 2007 wurde zum dritten Mal zu einer Veranstaltung der Workshopreihe "Qualität in der Lehre: Case Studies" eingeladen.  Alle TeilnehmerInnen waren mit dem Workshop sehr zufrieden und empfanden die Teilnahme als interessant, fruchtbar und in die Lehrpraxis übertragbar.

Im von Prof. Dr. Alfred Janes geleiteten Workshop wurden die eingebrachten Beispiele ("Case Studies") aus dem Lehralltag in Kleingruppen bearbeitet, wobei die Methode der "Resonanzgruppe" angewandt wurde. Dabei versetzen sich die TeilnehmerInnen in unterschiedliche Positionen und analysieren Teilaspekte der Problemstellung aus der Perspektive von Studierenden, Lehrenden oder Studiendekanen.

Hier einige Fragestellungen, die von den WorkshopteilnehmerInnen eingebracht wurden:

  • Wie kann man die Durchfallquoten bei LVA-Prüfungen reduzieren?
  • Welche Kriterien der Bewertung von Studierendenleistungen gibt es bei dialogisch-kommunikativen Lehrveranstaltungen?
  • Welche Möglichkeiten gibt es bei einem angstbesetzten Fach einen lockeren, spielerischen Zugang zu schaffen?
  • Was bedeutet Qualität in der Lehre?
  • Bei einer Vorlesungsübung werden Rechenbeispiele von den Studierenden an der Tafel gerechnet. Der LVA-Leiter hat gleichzeitig folgende Aufgaben wahrzunehmen: lehren, Fragen beantworten, dem vorrechnenden Studierenden eine Rückmeldung über ihre Präsentation geben und die Leistung beurteilen. Wie kann man mit diesen multiplen Anforderungen am besten umgehen?

Am 2. Tag des Workshops wurde vor allem die Handhabung der studentischen Lehrveranstaltungsbewertung und deren Ergebnisse von den TeilnehmerInnen bearbeitet.

Ergebnisse:

  1. Das studentische Feedback ist nicht absolut zu sehen.
  2. Der derzeitige Umgang mit "auffälligen" Lehrveranstaltungen ist gut.
  3. Positive Beispiele von Lehrveranstaltungen (best practice) sollten öffentlich gemacht werden.
  4. Es ist nicht notwendig, zusätzliche Regeln für die LVA-Bewertung zu erstellen.
  5. Hochschullehrende wissen sehr wenig über die LVA-Bewertung und den Umgang mit den Ergebnissen. Hier ist mehr öffentliche Information erwünscht.

Als besonders wertvoll haben die TeilnehmerInnen den Austausch mit anderen Hochschullehrenden, das Einbringen der eigenen Erfahrungen durch den Workshopleiter und das Erlernen einer (auch in anderen Bereichen anwendbaren) Methodik zur Problemlösung erlebt. Alle TeilnehmerInnen gaben an, den Workshop an Ihre Kollegen weiterempfehlen zu wollen, weil die mündliche Empfehlung die geeigneste Form ist, den eigentlichen Charakter des Workshops zu vermitteln. Selbstverständlich wurde die Veranstaltung einer Evaluation durch die TeilnehmerInnen unterzogen.

Stimmen von Workshopteilnehmern:

"Durch die gegenseitige Beratung in einem kleinen Kreis von KollegInnen gelingt es, neue Perspektiven für die eigenen Problemstellungen zu eröffnen und damit die Möglichkeit zu Veränderungen zu starten. Durch die Methode der "Resonanzgruppen" kann äußerst strukturiert an Problemstellungen gearbeitet werden." (Prof. DI Dr. Robert Schawarz)

"Die Herangehensweise an die durch die Teilnehmer selbst eingebrachten Fälle war sehr gelungen. Was hängen bleibt ist somit nicht nur das, was ich in einer Vielzahl von Anregungen für die Lehre mitnehme, sondern auch die Art und Weise an entsprechende Fragestellungen und deren Lösung heranzugehen. Die Gruppengröße der Teilnehmer war optimal für den Charakter und die angewendete Methode im Workshop.  ……" (Univ.Ass. DI. Dr. Clemens Hecht)

Der nächste Workshop "Qualität in der Lehre: Case Studies" findet am 08. und 09. November 2007 statt. Programmfolder, Anmeldung unter: mschonerklee@zv.tuwien.ac.at