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Endlich wieder Prüfungen!

Niklas Pöcklhofer berichtet aus erster Hand, wie sich Präsenzprüfungen mit den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen anfühlen - als Prüfer und als Prüfling.

Porträtfoto von Niklas_Pöcklhofer

Niklas Pöcklhofer ist Student und Tutor im Studium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau an der TU Wien.

Niklas Pöcklhofer ist Student und Tutor im Studium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau an der TU Wien.

Als Prüfer

Kosten- und Leistungsrechnung - für Niklas Pöcklhofer war dies die erste Prüfung nach den Zugangsbeschränkungen aufgrund der Coronakrise. "Es lag eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Luft", beschreibt er die Atmosphäre vor dem TUW-Audimax. 30 Minuten vor Beginn wurden die Hörsaaltüren geöffnet und die Studierenden durften bei erfolgreicher Passierscheinkontrolle eine_r nach dem/der anderen hinein. Die Sitzplätze waren deutlich mit Nummern gekennzeichnet, damit der nötigen Mindestabstand eingehalten werden konnte. "Den Studierenden den richtigen Platz zuzuweisen ging daher schneller als normal." Die üblichen Hinweise auf die korrekte Sitzordnung bei Prüfungen (jede zweite Reihe frei, freihe Plätze zwischen den Studierenden usw.) konnten so entfallen.

Nach dem Austeilen der Prüfungsbögen gab es eine Identitätskontrolle, beide Schritte wurden unter Inhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln durchgeführt. Aufsichtspersonen mussten die gesamte Zeit über eine MNS-Maske tragen, Prüflinge, wenn sie nicht auf ihrem Sitzplatz waren.

Für die Prüfung waren zwei Stunden angesetzt. Prüflinge, die bereits früher fertig waren, ließen wie vereinbart den Prüfungsbogen einfach am Tisch liegen. Aufgrund der geringeren Zahl an Aufsichtspersonen konnte es vorkommen, dass manche Bögen längere Zeit darauf warteten, eingesammelt zu werden. "Dies war für mich schon ein komisches Gefühl", erzählt Pöcklhofer. "Obwohl es nicht meine Prüfung war, die dort so herrenlos herumlag, rief es doch ein gewisses Unwohlsein hervor. Was, wenn meine Prüfung beim Vorbeigehen von jemandem hinuntergestoßen wird und die Prüfer diese beim Einsammeln übersehen?" Pöcklhofer empfiehlt, hier vielleicht über einen anderen Abgabe-Modus nachzudenken.

Unterm Strich zieht Niklas Pöcklhofer aber ein positives Resümee: "Zusammenfassend würde ich sagen, trotz der zusätzlichen Maßnahmen lief die Prüfung fast wie gewohnt ab, die Studierenden konnten sich an die neue Situation sehr gut anpassen, und auch uns Prüfern gelang es, die Prüfung gut organisiert durchzuführen. Lediglich das Tragen der Maske über mehr als zwei Stunden hinweg war gegen Ende hin schon eine Belastung."

Als Prüfling

Am Nachmittag des selben Tages legte Niklas Pöcklhofer selbst die Prüfung Mess- und Schwingungstechnik ab, ebenfalls im TUW-Audimax. Nach der Eingangskontrolle (Passierschein und Studierendenausweis) fand die Identitätskontrolle für die Prüfung gleich direkt hinter dem Eingang statt. Dabei wurde den Prüflingen auch gleich ein Sitzplatz zugewiesen und die dazugehörige Formelsammlung übergeben.

Vor Prüfungsbeginn gab es eine Einführung zu den Prüfungsmodalitäten und, wie bereits am Vormittag, eine kurze Belehrung über die Sicherheitsbestimmungen. Dann wurden die Prüfungen ausgeteilt und es konnte losgehen. "Auffällig war, dass alle Fragen gleich vorab laut gestellt werden sollten, um zusätzlichen Kontakt zwischen Studierenden und Prüfenden zu vermeiden" erinnert sich Pöcklhofer.

Nach Aufforderung durch die Prüfer wurden die Schreibutensilien nach exakt zwei Stunden beiseite gelegt und die Prüfungen eingesammelt. Erst danach begannen die Studierenden sich von ihren Plätzen zu erheben und sich mit Kommilitonen über die gar nicht so leichte Prüfung zu unterhalten und Ergebnisse zu vergleichen. Ein vorzeitiges Abgeben und Aufstehen, wie es am Vormittag mehrmals der Fall gewesen war, gab es bei dieser Prüfung nicht. Über ein gut beschildertes Leitsystem wurden die Prüflinge aus dem Gebäude gelotst, und der Reinigungsdienst machte sich währenddessen bereits an die Säuberung der Arbeitsflächen.

Trotz der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen konnten beide Prüfungen aus der Sicht von Niklas Pöcklhofer reibungslos durchgeführt werden: "Abschließend denke ich, dass das Format im großen und ganzen sehr gut funktioniert hat und man darauf jedenfalls aufbauen kann."

 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine gekürzte Fassung, den Orignalbeitrag von Niklas Pöcklhofer können Sie hier im TU coLab nachlesen, opens an external URL in a new window.

Einen Leitfaden zum Thema "Präsenzprüfungen an der TU Wien" finden sie im ebenfalls im coLAB, opens an external URL in a new window.