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Das 4. Ding für den 4. Bezirk

Geographisch sind die TU und der 4. Bezirk fest verbunden. Das Leben der 30.000 Menschen auf der einen und jener 30.000 auf der anderen Seite der "TU-Mauern" scheint jedoch auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zutun zuhaben. Das Netzwerk "TU=Wieden" will die Menschen der Universität und des Bezirks näher zusammenwachsen lassen und den Menschen auf beiden Seiten Einblicke in die jeweils andere Welt bieten.

Luftaufnahme TU Wien - Wieden

Luftaufnahme TU Wien - Wieden

Die Idee für "das 4. Ding" entstand aus einer Initiative der AgendaWieden und future.lab im November 2013. Im Mobilen Stadtlabor entwickelten Lehrende und Studierende der Fakultät Architektur und Raumplanung, BewohnerInnen sowie VertreterInnen der Bezirksvorstehung Ideen für ein nachhaltiges Zusammenwachsen von TU und der Wieden. Die Ideen werden nun vom Netzwerk TU=Wieden sukzessive realisiert.

In diesem Semester werden Studierende der TU und BewohnerInnen der Wieden gemeinsam an einem "Ding" für den 4. Bezirk arbeiten. Im Modul "Form und Design" entwickeln Studierende mit Hilfe eines Teams aus BewohnerInnen Prototypen für Objekte im öffentlichen Raum, die zu den Anforderungen und der Identität der Wieden passen soll.

Der Begriff "das 4. Ding" ist absichtlich sehr offen gewählt. Den etwa 20 Studierenden von Professor Christian Kern und seinem Team im LV-Modul "Form und Design" sollen beim kreativen Arbeitsprozess möglichst keine Grenzen gesetzt werden. Die Herausforderung der Aufgabe besteht einerseits in der Beschäftigung mit dem Material, einem hochfesten Beton der dünne stabile Bauteile möglich macht, und andererseits in der Auseinandersetzung mit Qualität und Anforderungen: Was macht die Wieden aus? Wie und wo verweilen ihre BewohnerInnen? Wie und wo treffen sie sich? Was fehlt den Menschen? Wie kann das Ding den öffentlichen Raum bereichern? Gemeinsam darüber nachzudenken, welche Funktionen es unbedingt haben sollte und was machbar ist – das ist Kern der Kooperation zwischen der Lehrveranstaltung und den BewohnerInnen der Wieden. Unterstützt wird die Umsetzung der Prototypen von Dr. Johannes Kirnbauer vom Institut für Hochbau und Technologie der im Bereich des hochfesten Betons forscht.

Nähere Informationen: http://www.futurelab.tuwien.ac.at/das-4-ding