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Ausstellungstipp: Herbert-Boeckl-Atelier

Seit Juni kann das Atelier des Malers Herbert Boeckl besucht werden – ein seltenes kunsthistorisches Juwel, denn seit Boeckls Tod 1966 sind hier alle Gegenstände unberührt geblieben.

Innenansicht Atelier Herbert Boeckl, 2014 [1]

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Innenansicht Atelier Herbert Boeckl, 2014 [1]

Innenansicht Atelier Herbert Boeckl, 2014 [1]

Innenansicht Atelier Herbert Boeckl, 2014 [1]

Herbert Boeckl mit schwarzem Anzug beim Ofen, 1952 [2]

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Herbert Boeckl mit schwarzem Anzug beim Ofen, 1952 [2]

Herbert Boeckl mit schwarzem Anzug beim Ofen, 1952 [2]

Herbert Boeckl mit schwarzem Anzug beim Ofen, 1952 [2]

Boecklsaal, TU Wien

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Boecklsaal, TU Wien

Boecklsaal, TU Wien

Boecklsaal, TU Wien

Herbert Boeckl studierte an der TU Wien Architektur, berühmt wurde er durch seine Malereien. Er gilt als einer der wichtigsten österreichischen Künstler der Nachkriegszeit. Sein Atelier hatte Boeckl in der Argentinierstraße – direkt in der Nähe des Belvedere, das das Atelier jetzt als Dependance führt und dieses kunsthistorische Juwel der Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Besondere daran: Seit seinem Tod 1966 sind hier alle Gegenstände unberührt geblieben.

In seinem Atelier sieht es so aus, als hätte Herbert Boeckl es nur kurz verlassen. Man hat einen grandiosen Blick auf die Elisabethkirche und dahinter über die ganze Stadt. Der Holzboden ist voller Farbflecken, von den Wänden hängen oberputzverlegte Elektroleitungen aus den 1920er Jahren. Die Schreibtischladen sehen aus, als hätte der Maler bis gestern hier gearbeitet. Das letzte Bild steht noch in der Staffelei. Seine Strohhüte hängen am Haken, daneben ein riesiger Barockspiegel, den er für seine Selbstportraits verwendete.

Herbert Boeckl: Einer der großen österreichischen Künstler der Nachkriegszeit
Herbert Boeckl galt bereits zu Lebzeiten als einer der Hauptvertreter der Österreichischen Moderne. Er hat monumentale Gemäldezyklen und Gobelinentwürfe angefertigt, wurde zweimal mit dem großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kuns ausgezeichnet, war zweimal Rektor der Akademie der Bildenden Künste und prägte vor allem die Generation der KünstlerInnen in Österreich nach 1945. In der TU Wien kann man das sogenannte Boeckl-Fries "Die Welt und der Mensch" (1956 - 1958) in dem nach ihm benannten Saal bewundern.

Führungen im Atelier
Etwa einmal pro Monat hat man Gelegenheit, an einer Führung in das Boeckl-Atelier teilzunehmen. Nähere Infos: http://www.belvedere.at/de/schloss-und-museum/atelier-herbert-boeckl 

 

Bilder:
[1] © Belvedere, Wien
[2] © Herbert-Boeckl-Nachlass, Wien, Foto: © Barbara Hirschenhauser