News | Teaching

Den kleinsten Dingen auf der Spur – seit 25 Jahren

Das USTEM, die Serviceeinrichtung für Transmissionen-Elektronenmikroskopie an der TU Wien, feiert 25. Geburtstag. Ein Blick auf eine Erfolgsgeschichte.

Forscher steht neben einem Elektronenmikroskop

© Klaus Ranger

Spitzenforschung braucht Spitzengeräte – und die kann nicht jedes Institut alleine bereitstellen. An der TU Wien gibt es daher das USTEM, die universitäre Serviceeinrichtung für Transmissionen-Elektronenmikroskopie. Dort bekommen Forschungsteams aus unterschiedlichen Fakultäten und Fachbereichen Unterstützung, wenn es darum geht, winzige Strukturen zu analysieren, neue Materialien zu untersuchen, den Geheimnissen der Materie auf Nanoskala auf die Spur zu kommen.

„Das USTEM ist eine tolle Erfolgsgeschichte“, sagt Prof. Johannes Bernardi, der die Einrichtung seit 2006 leitet. „Wir sind im Lauf der Zeit deutlich gewachsen, das Team besteht mittlerweile aus elf permanent angestellten Personen. Unsere technische Ausstattung ist erstklassig: Wir haben eine ganze Reihe unterschiedlicher Geräte zur Verfügung und bauen unser Angebot auch in diesem Jahr weiter aus.“

„Elektronenmikroskopie ist heute in ganz unterschiedlichen Forschungsbereichen unverzichtbar. Das USTEM nimmt daher eine wichtige Unterstützungsfunktion für die wissenschaftliche Arbeit der TU Wien ein und macht viele erstklassige Forschungsprojekte erst möglich“, sagt Prof. Peter Ertl, Vizerektor für Forschung, Innovation und Internationales an der TU Wien.

Lange Tradition

Elektronenmikroskopie an der TU Wien hat eine lange Tradition – sie begann schon lange vor der Gründung des USTEM. Schon im Jahr 1942 wurde das erste Transmissionselektronenmikroskop (TEM) installiert. Das war damals sensationell: Erst 1939 war das erste TEM überhaupt von der Firma Siemens und Halske ausgeliefert worden. Das Gerät der TU Wien (damals noch: technische Hochschule) hatte die Seriennummer 25.

Dabei blieb es freilich nicht: Immer wieder wurden leistungsfähigere Geräte angeschafft, um den wachsenden Aufgaben gerecht zu werden. An der TU Wien wurden TEMs im Bereich der Bio-Wissenschaften und für Physik/Materialwissenschaften eingesetzt.