University of Oulu, Finland, Winter Semester 2026/27
Barbara Holleis
(This blog is available in German language only)
September 2026
In Finnland ist das akademische Jahr in sogenannte periods eingeteilt. Dem österreichischen Wintersemester am nächsten kommen period 1 und 2, die von Ende August bis Ende Dezember gehen. Somit war das empfohlene Ankunftsdatum der 25.08. Die Kurse starten dann in der ersten Septemberwoche.
Vor meiner Abreise war einiges zu erledigen. Das Wichtigste davon waren wohl das vorläufige online learning agreement anzufertigen, sowie den Flug und das Studierendenwohnheim zu buchen. Der Leitfaden vonseiten der TU Wien, den alle ERASMUS+ StudentInnen per E-Mail zugeschickt bekamen, war mir bei der Planung eine sehr große Hilfe. So lief alles, was vor dem Aufenthalt organisiert werden musste, reibungslos ab.
Am Tag meiner Ankunft holte mich meine Kummi (so eine Art Erstsemestrigen-Tutorin) von der Bushaltestelle ab und zeigte mir, wo ich wohnen würde. Mein Studierendenwohnheim hatte ich bei PSOAS, der empfohlenen Agentur, gemietet. Ich bezog eine WG mit elf anderen Personen und wurde deswegen direkt von drei meiner MitbewohnerInnen in Empfang genommen. Nach dem ersten Monat klappt das Zusammenleben (mit einigen Rahmenbedingungen) super und man ist nie einsam. Hier gibt es auch eine Sauna zur kostenlosen Nutzung!!
Die erste Woche war voller neuer Eindrücke, Bekanntschaften und Informationen. Wir waren jeden Tag unterwegs, in den unterschiedlichsten Konstellationen. Das ERASMUS Student Network ESN Oulu hatte eine Welcome Week geplant, bei der jeden Tag eine andere Aktivität dran war, z.B. Picknick, Filmeabend oder Bastelworkshop. Das war eine super Gelegenheit neue Menschen kennenzulernen.
Dann begonnen auch schon die Kurse. In Finnland ist man mit den ProfessorInnen auf einer Vornamen-Basis. Die Kurse finden pro period statt. Somit kommt man regelmäßig auf Wochen, in denen drei Vorlesungen des gleichen Kurses liegen. Ich würde die Kurse hier als Blocklehrveranstaltungen bezeichnen. Tendenziell besteht Anwesenheitspflicht, auch bei Vorlesungen. Mitarbeit ist erwünscht und es gibt auch bei einigen Kursen regelmäßige Hausaufgaben. Dafür seien die Prüfungen scheinbar nicht so schwierig. Ein Update folgt…
Bekanntermaßen ist man aber nicht zum Lernen auf ERASMUS+, sondern um Land und Leute kennenzulernen. Es hieß wir sollen den „Sommer“ noch ausnutzen, denn es werde schon bald schlechtes Wetter und kurze Tage geben. Somit unternahm ich viel draußen in der Natur. Neben dem Studierendenwohnheim sind zwei Seen, die zum Spazierengehen, Fahrradfahren und (für Mutige) auch zum Schwimmen einladen. Rund um Oulu gibt es ebenso einiges zu sehen und das Stadtzentrum ist einen Rundgang wert. Die Fahrrad-Infrastruktur ist die beste, die ich bis jetzt in meinem Leben gesehen habe. Fast überall gibt es einen Radweg und fast überall ist er baulich getrennt von der Straße, oft sogar mit einem Waldstreifen (!!) dazwischen. Ich möchte anmerken, dass Oulu auch ein geeigneter Ort für derartige Baumaßnahmen ist, denn es ist eine flächenmäßig große Stadt im Verhältnis zu der Einwohnerzahl. Somit wurden einige Rad- und Spaziertouren, aber auch eine Kajaktour sowie ein mehrtägiger Wander-Ausflug unternommen. Die Bilder geben einige Impressionen über meinen ersten Monat in Oulu.

© Barbara Holleis

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