Von Patrick Sailer, Stephan Kaiser, Georg Loscher
Die Dynamik ineinandergreifender organisatorischer Routinen ist bislang wenig erforscht. Eine empirische Studie zu agiler Projektarbeit zeigt, dass die Agilität eines Projekts nicht allein von Personen- und Kontextfaktoren abhängt, sondern vor allem davon, wie gut es gelingt, voneinander abhängige Routinen zu koordinieren. Überraschend ist dabei: Die vermeintlich flexible Ausführung einzelner Routinen führt zu starken Einschränkungen der Gesamtagilität des Projekts. Die Zusammenhänge zwischen der Ausführung einzelner Routinen und den Auswirkungen auf Projektebene sind komplex – sollten in der Praxis jedoch deutlich stärker berücksichtigt werden.
Über die Autoren
Patrick Sailer
Professor für Organisation, Management und Wirtschaftspsychologie, Hochschule Fresenius München
Stephan Kaiser
Universitätsprofessor am Institut für Organization, Strategy & People, Universität der Bundeswehr München
Georg Loscher
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Organization, Strategy & People, Universität der Bundeswehr München