Das Forschungsprojekt FLADEMO, opens an external URL in a new window hatte zum Ziel einen wissenschaftlich fundierten Rahmen für eine flächendeckende Mobilitäts-Servicegarantie (fMSG) in Österreich zu entwickeln. Es wurde durch Mobilität der Zukunft, opens an external URL in a new window (15. Ausschreibung der FFG, opens an external URL in a new window) und durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, opens an external URL in a new window gefördert.
FLADEMO: eine Mobilitäts-Service-Garantie für Österreich nimmt Gestalt an
Mit FLADEMO sollte für österreichische Bevölkerung erarbeitet werden, wie sie ihre Mobilitätsbedürfnisse ohne Besitz eines eigenen PKW erfüllen kann. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie eine solche Mobilitäts-Service-Garantie konkret aussehen könnte und welche Effekte aus ihrer Umsetzung erwachsen würden.
Dafür analysierten die Forscher_innen das bestehende Verkehrsangebot in Österreich, beleuchteten die rechtsdogmatische und rechtspolitische Perspektive zur Verankerung der fMSG und schätzten die verkehrlichen und wirtschaftlichen Wirkungen unterschiedlicher Ausprägungen ab. Aus ihren Ergebnissen leiteten sie schließlich konkrete Handlungsempfehlungen ab.
Verkehrsplaner Takeru Shibayama, Gesamtkoordinator des Projekts, sieht die Leistung von FLADEMO in mehreren Bereichen: „FLADEMO war ein Gedankenexperiment, in dem wir interdisziplinär gearbeitet haben. Damit ist eine Grundlage für eine Mobilitätsgarantie in Österreich entstanden.“
Wie steht es nun mit der Umsetzung? Shibayama: „Konkrete Maßnahmen zur Mobilitätsgarantie sowie notwendige Investitionen stehen noch aus, allerdings kann das Konzept die Mobilität der Menschen ohne eigenen Pkw sicherstellen. Die Umsetzung wäre ein wertvoller Beitrag zu einem energieminimierenden Verkehrssystem und somit zum Klimaschutz." Zudem hätte, so der Forscher weiter, die Umsetzung positive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Die rechtlichen Entwürfe, die von Rechtswissenschafter_innen der TUW erarbeitet wurden, böten einen hilfreichen Input für das gerade in Ausarbeitung befindliche Mobilitätsgesetz.
Erfreulich ist zudem, dass das Projekt auch international bereits international Aufmerksamkeit erregt, wie Shibayama erzählt: Ab 2022 wird es beim OECD International Transport Forum, opens an external URL in a new window diskutiert.
VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen zu FLADEMO: „Auch um die Mobilität in den Regionen auf Klimakurs zu bringen, gibt es Lösungen. Und das macht Mut“, meint sie anlässlich der Überreichung des Preises.
Die Kolleg_innen des Forschungsbereichs für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien freuen sich über diese Anerkennung und darüber, dass sie bereits zum dritten Mal in Folge einen VCÖ-Mobilitätspreis verliehen bekommen: 2020 wurde ihr Projekt FAIRSPACE, opens an external URL in a new window gewürdigt und im Jahr 2021 das Tool streeTUner, opens an external URL in a new window.
Beteiligte und weitere Informationen
- Informationen zum Forschungsprojekt FLADEMO:
- Die Forschungsergebnisse als Paper
DI Dr. Takeru SHIBAYAMA
Senior Scientist
takeru.shibayama@tuwien.ac.at
Beitrag:
Mag.a Edith Wildmann
Technische Universität Wien
PR und Marketing
edith.wildmann@tuwien.ac.at
