Der Leitfaden "Verbreiterung von Genderkompetenz in hochschulischen Prozessen“, opens an external URL in a new window der Österreichischen Hochschulkonferenz, opens an external URL in a new window ist das Ergebnis einer breiten Arbeitsgruppe und bietet damit ein praktikables Handbuch zum Einstieg in die Materie. Denn viele "genderkompetente" Fähigkeiten und Kenntnisse sind bereits vorhanden und zugleich noch entwicklungs- und verbreiterungsfähig.
Gender? Genderkompetenz? Gleichstellende Sprache?
"Soziales Geschlecht" ("Gender") betrifft nicht nur Effekte von Erziehung und Gewohnheiten, Verhalten, Vorstellungen und Zwänge, was für welches Geschlecht "passt". Auch das, was alltäglich von jeder einzelnen Person und deren Umwelt getan wird, hat Auswirkungen. So kann "geschlechtergerechte Sprache" helfen, zu erkennen, ob Frauen in einem Kontext fehlen oder nicht genannt werden. Darum ist Frauenförderung, opens an external URL in a new window als Strategie eine wichtige Basis für Geschlechtergerechtigkeit. Wissen (z.B. über die Zahlenverhältnisse zwischen den Geschlechtern) ist unverzichtbar, um als Institution "gleichbehandelnd" vorzugehen, vielfach auch als (Leitungs-)Person. Zugleich beginnt die Fähigkeit, Bewusstsein über Gender sinnvoll zu berücksichtigen (Genderkompetenz) im Alltag.
Dankenswerterweise hat die AG der Hochschulkonferenz, opens an external URL in a new window mögliche Praxen für Universitäten erarbeitet:
Konkret...
Die AG der Hochschulkonferenz definiert nun Genderkompetenz als jene Schlüsselqualifikation zu Gende, opens an external URL in a new windowr und Genderbewusstsein, die es ermöglicht, gleichstellungswirksam zu handeln (bzw. Gender Mainstreaming als EU-Konzept, opens an external URL in a new window umzusetzen). Dabei wird das Verständnis ("Wissen, opens an external URL in a new window") von Genderaspekten und Genderrelevanz im jeweiligen (Arbeits-)Bereich als Basis verstanden, sich zu bemühen ("wollen, opens an external URL in a new window"), sich entsprechend zielorientiert zu verhalten ("handeln / können, opens an external URL in a new window").
Dafür werden konkrete 36 Empfehlungen, opens an external URL in a new window für die verschiedenen Bereiche des Universitäts- (und Hochschul-)Lebens präsentiert: Genderkompetentes Management, opens an external URL in a new window, genderkompetentes Handeln, opens an external URL in a new window, genderkompetente Lehre, opens an external URL in a new window und genderkompetente Forschung, opens an external URL in a new window.
Für alle in der Praxis ist besonders der Überblick, opens an external URL in a new window aller vor- und dargestellten Empfehlungen eine große Hilfestellung, der es als Tabelle ermöglicht, unterschiedliche Ansatzpunkte gleichrangig nebeneinander zu sehen – auch das kann als eine Umsetzung von "gleich-behandeln" als Verhaltenskonzept positiv hervorgehoben werden:
Außer der Kenntnis der Geschlechterverhältnisse in Zahlen (Statistiken), Symbolik (Bilder, Konzepte, Filme) braucht es vielfältige Aktivität (Handeln, Gleichbehandeln, Projekte und Strategien).
Infonachmittag und Diskussion am 6. November 2019
Seit seiner Gründung in den 1990er Jahren ist der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen der TU Wien (AKG), opens an external URL in a new window an Vertiefung, Intensivierung und Verbreiterung von Genderkompetenz, opens an external URL in a new window sowie deren Verbreitung interessiert. 2019 lautet der AKG-Infonachmittag: "Erfolgreich dank Sozial- und Genderkompetenz: Gleichbehandlung als Praxis" undversammelt eine Reihe von Fachleuten aus Forschung, Universität, (Hochschul-)Management und Wirtschaft. Moderation wieder durch Prof.in Margit Pohl.