Zyklus Übersicht

© TUWien

Programmelemente von Cultural Collisions

Das Programm von Cultural Collisions gliedert sich in verschiedene Elemente. Den Startschuss des Projekts markiert die interdisziplinäre Ausstellung zur Inspiration an der TU Wien und der Universität für angewandte Kunst. Die darauffolgenden Workshops in den Museen mumok und Technisches Museum Wien unterstützen die Schüler_innen bei der Erstellung eines Kunstwerks im Unterricht, dessen Präsentation im Rahmen der Abschlussausstellung im mumok das Grande Finale von Cultural Collisions bildet.

Studierende der TU Wien und der Universität für angewandte Kunst bereiten im Rahmen einer Lehrveranstaltung verschiedene Herausforderungen und Lösungen um den Themenkomplex Klimawandel für die teilnehmenden Schüler_innen auf. Die interaktive Ausstellung regt zur experimentellen und spielerischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten an, der Blickwinkel der Kunst regt den Einfallsreichtum und die Kreativität im Zusammenhang mit Technik und Technologie an.

Cultural Collisions beginnt nach der Ausstellung: Schüler_innen und Pädagog_innen erleben ein wissenschaftlich und künstlerisch aufbereitetes Thema, nehmen dieses mit und bearbeiten es in den Unterrichtsfächern entsprechend weiter. Die teilnehmenden Museen unterstützen in Workshops über das Semester auf dem Weg zum eigenen Kunstwerk.

Vermittlungsworkshop im mumok 

Das mumok mit seiner Kernkompetenz in der Kultur- und Geistesgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts hat eine substanzielle Verantwortung, die Diskrepanz zwischen alltäglicher Lebenswelt und immer spezialisierten und weitestgehend abstrakten beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen zu diskutieren und verringern.

Die moderne und zeitgenössische Kunst stellt bestehende Regeln und Konventionen infrage. Häufig folgt sie einem transdisziplinären Ansatz, den das mumok auch in seiner Bildungsarbeit im Schwerpunkt kreatives Lernen verfolgt. Wir laden die Schüler_innen ein, ihre kreativen Projekte zu realisieren und im Museum zu präsentieren. Die teilnehmenden Schulen werden zu einem intensiven Programm durch das gesamten Museumsgebäude eingeladen. Dabei erleben sie einen interaktiven Ausstellungsbesuch, einen Mitmachvortrag zum Thema „Was ist Kunst und was kann Kunst?“, Brainstorming-Sessions zu den eigenen Werken im Klassenverband und einen partizipativen Workshop zum Thema Gestaltung.

Die Abschlussausstellung wird im Sinne der Cocreation mit einem Team aus Klassenkurator_innen in den mumok Räumlichkeiten konzipiert und umgesetzt. Sie wird von einem umfassenden Rahmenprogramm aus Führungen, Vorträgen und Publikationen begleitet.

Gemeinsam mit den Schüler_innen machen wir das mumok zu einem dialogischen Bildungsort, der komplexe Themen zusammenführt, Wissenschaft und Kunst gemeinsam denkt und gemeinsam erarbeitete Ergebnisse auch gemeinsam sichtbar macht. 

Vermittlungsworkshop im Technischen Museum Wien

Im Workshop des Technischen Museum Wien setzen wir einen Schwerpunkt, der oft nicht mit Wissenschaft in Verbindung gebracht wird, aber für uns Menschen in jeder Beziehung – und vor allem auch in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen – ganz zentral steht: unsere Gefühle. 

In den etwa 2-stündigen Workshops erleben die Schüler_innen zunächst einen interaktiven und diskursiven Rundgang durch die Ausstellungen, in der verschiedene Aspekte des Projektthemas auf jugendgerechte Weise beleuchtet werden: Wie haben technologische Entwicklungen zum Klimawandel beigetragen? Welche Antworten können innovative Forschung und Technik auf aktuelle Fragen geben? Wie ging die Gesellschaft in der Vergangenheit mit den Herausforderungen von Paradigmenwechseln in der Kultur- und Technikgeschichte um? Welche Geschichte(n) erzählen die Objekte – und was ist der Unterschied zu Kunst-Objekten? Und vor allem: Was löst das alles in mir aus? Bei jeder Station nehmen wir uns Zeit, unsere (Klima-)gefühle und die Bedürfnisse, auf die sie hinweisen, wahrzunehmen. Diese Reflexionen setzen wir kreativ um, und machen so einen Schritt hin zur eigenen Botschaft, die die Schüler_innen in ihren Kunstwerken zu Projektabschluss transportieren wollen.

Dieser Zugang über die emotionale Kompetenz lädt die Schüler_innen in einen Dialog ein, in dem alles ausgesprochen werden darf – zwischen Angst und Hoffnung, Widerstand und Gleichgültigkeit – um so Raum für und Umgang mit eigenen und anderen Positionen zu erleben, und eine Basis für selbstermächtigte und verantwortungsvolle Entscheidungsfindung zu schaffen – die Grundlage für breite Teilhabe und Mitgestaltung an einem gemeinsamen gesellschaftlichen Prozess.

Nach Projektstart erarbeiten die teilnehmenden Schüler_innen gemeinsam mit ihren Lehrkräften ein Kunstwerk zum aktuellen Projektthema. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt: vom Gemälde, über eine Skulptur, ein Gedicht bis hin zur Tanzperformance– alles ist möglich!

Unterstützt werden die Schulen dabei von Methoden und Unterlagen, die in begleitenden Fortbildungen der Pädagogischen Hochschule Wien und der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich von ihren Lehrkräften entwickelt werden.

Das Grande Finale von Cultural Collisions bildet die Präsentation der im Unterricht erstellten Kunstwerke in der Öffentlichkeit. Das mumok Museum bietet hierfür die Bühne und kuratiert gemeinsam mit den teilnehmenden Schüler_innen die Abschlussausstellung des Projekts.