WATCAT
Gemeinsame Anstrengungen zur Verbesserung des Wassermanagements im tschechisch-österreichischen Einzugsgebiet der Dyje/Thaya durch Identifikation von Emissionspfaden der Gewässerbelastung
Laufzeit:
2026 - 2029
Finanzierung:
Interreg Tschechien – Österreich 2021–2027
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Nationale Partner:
Forschungsbereich Ingenieurhydrologie und Wassermengenwirtschaft, TU Wien
Internationale Partner:
T. G. Masaryk-Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft, v. v. i. (VÚV)
Ansprechperson:
Ottavia Zoboli
Mitarbeiter_innen:
Ottavia Zoboli, Matthias Zessner, Elsa Eder, Vincent Idel, Meiqi Liu
Kurzinformationen zum Projekt
Das Projekt konzentriert sich auf die Verbesserung der Gewässergüte im tschechisch-österreichischen Einzugsgebiet der Thaya. Ziel ist es, einen effizienten grenzüberschreitenden Daten- und Wissensaustausch zu erreichen, Quellen der Wasserverschmutzung zu identifizieren und die Grundlagen für einen nachhaltigen Gewässerschutz zu schaffen
Das Projekt antwortet dabei auf gemeinsame Herausforderungen im Einzugsgebiet der Thaya, wo die Wasserbilanz aufgrund geringer Niederschläge und extremer Auswirkungen des Klimawandels besonders vulnarabel ist. Dürren und Starkregen stellen eine erhebliche Belastung für die Wasserressourcen dar, und niedrige Abflussmengen verstärken die Wasserverschmutzung und damit das Risiko, dass die Wasserqualitätsziele nicht erreicht werden. In verschiedenen Abschnitten der Thaya wurden hohe Gehalte an Nitrat, anorganischen Salzen oder Phosphor festgestellt. Organische Spurenstoffe wie PFAS finden derzeit zunehmend Beachtung. Die bestehenden Probleme lassen sich nicht isoliert lösen, da der Transport von Schadstoffen und klimatische Einflüsse über Staatsgrenzen hinweg reichen. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist daher unerlässlich.
Das erwartete Ergebnis ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und Österreich sowie die Bereitstellung neuer Instrumente des Wasserqualitätsmanagements für wichtige Institutionen. Die tschechisch-österreichische Kommission für Grenzgewässer erhält wissenschaftlich fundierte Grundlagen für eine koordinierte Wasserbewirtschaftung. Das Projekt wird konkret vier wesentliche Ergebnisse liefern: (i) ein gemeinsames tschechisch-österreichisches Programm für Gewässermonitoring, Datenauswertung und -visualisierung; (ii) ein vollständig implementiertes und validiertes grenzüberschreitendes Emissionsmodell zur Analyse der Herkunft und der Risiken ausgewählter Stoffe im Einzugsgebiet der Thaya; (iii) die Anwendung des Emissionsmodells auf eine Reihe von Szenarien im Zusammenhang mit klimatischen und sozioökonomischen Veränderungen, Veränderungen in der Landnutzung, Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung sowie Durchflussregulierungen durch den Betrieb von Stauseen und Wehren; und darauf aufbauend (iv) eine gemeinsame Strategie zum Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Thaya.