Biologische Methanisierung im Biofilmreaktor

Laufzeit:
10/2023 – 06/2026

Finanzierung:
Österreichische Forschungsförderung, FFG, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

nationale Partner:
Competence Center CHASE GmbH, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Ansprechperson:
Jörg Krampe

Mitarbeiter:
Kara Kobsik

Links:
https://projekte.ffg.at/projekt/4536647, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Kurzinformationen zum Projekt

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien führt aufgrund deren zeitlicher Schwankungen dazu, dass Speichertechnologien unerlässlich sind. Das FFG-Projekt BioMeFilm setzt auf biologische Methanisierung: Anaerobe Mikroorganismen wandeln dabei CO2 aus dem Biogas von Kläranlagen mithilfe von grünem Wasserstoff in Methan um. Im Labor testen wir dafür einen Rieselbettreaktor im Dauerbetrieb, der Biomethan mit fast 100% Methangehalt produziert, das in Zukunft auf Kläranlagen vor Ort Energie liefern oder ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. Das Potenzial für Österreich ist dabei mit rund 220 GWh pro Jahr – etwa 3% der erneuerbaren Stromproduktion bzw. 1% des Erdgasbedarfs – erheblich. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt BioMAra schaffen wir gemeinsam mit unserem Projektpartner, der Competence Center CHASE GmbH, die Grundlage für den Pilotbetrieb auf Kläranlagen.

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf den folgenden Fragen:

  • Welche Leistung ist bei der Methanisierung im mesophilen Temperaturbereich erreichbar?

  • Welche Sensorik und Instrumentierung braucht es für eine sichere Überwachung?

  • Decken kläranlageneigene Abfallströme den Bedarf der Mikroorganismen oder braucht es zusätzliche Chemikalien?

  • Eignet sich das System für flexiblen On/Off-Betrieb zur Stromnetz-Stabilisierung?

Fließschema des Rieselbettreaktors im Labormaßstab/Flow

© iwr

Fließschema des Rieselbettreaktors im Labormaßstab

Aufnahme des live/dead-gefärbten Biofilms mittels Laserscanning-Konfokalmikroskopie

© iwr

Aufnahme des live/dead-gefärbten Biofilms mittels Laserscanning-Konfokalmikroskopie