Oliver Henkel I NavVis GmbH

Eine durchgängige räumliche Datenpipeline – vom High-Throughput-Mapping zum persistenten, simulationsbereiten Digital-Shadow der Fabrik

Der Vortrag zeigt, wie ein Digital-Shadow als kontinuierlich aktualisierte Realitätsebene in der Industrie operationalisiert werden kann. Im Zentrum steht eine End-to-End-Methodik: Erstens ermöglicht hoch performantes Reality Capture per skalierbarem Mobile Mapping eine schnelle, werksweite Bestandserfassung im laufenden Betrieb. Entscheidend ist ein reproduzierbarer Erfassungsprozess als Basis eines persistenten räumlichen Datenbestands, nicht die einmalige Modellgenerierung. Zweitens sorgt Closed-Loop-Datenintegration durch Cross-Dataset Loop Closure für konsistente Verknüpfung von Datensätzen über Zeitpunkte und Standorte hinweg. Ergänzend erlaubt ein gezieltes Rescanning mit Overlap-Kontrolle die inkrementelle Aktualisierung einzelner Bereiche statt kompletter Neuaufnahmen. Drittens wird der so entstehende Spatial Data Backbone in Digital-Twin- und Simulationstoolchains integriert und dient als verlässliche Referenz für Layoutplanung, Brownfield-Transformation, Fabrikumbau und virtuelle Inbetriebnahme. Der Fokus liegt auf durchgängigen Datenflüssen und Interoperabilität statt isolierten Dateiexporten. Insgesamt wird der Digital Shadow von einem einmaligen Digitalisierungsprojekt zu einer skalierbaren Infrastrukturkomponente, die valide Simulationen und fundierte Investitionsentscheidungen ermöglicht und den Weg zu einem belastbaren industriellen Metaverse ebnet.
 

Oliver Henkel

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