Mithilfe von California-Bearing-Ratio–Versuchen wird die Tragfähigkeit von Böden untersucht. Aus dem Versuch ergibt sich, mit wieviel Kraft ein Stempel in eine Bodenprobe gedrückt werden muss, um bei einer festgelegten Eindringgeschwindigkeit eine bestimmte Eindringtiefe zu erreichen. Die Probe (maximale Korngröße 22,4 mm) wird wie bei einem Standard-Proctorversuch verdichtet. Danach wird die Oberfläche mit einem Lineal glattgestrichen. Nun wird die Oberseite verschlossen, der Zylinder umgedreht und die vormalige Unterseite geöffnet, damit die Unterseite der Probe geprüft werden kann. Als nächstes werden die erforderlichen Belastungsscheiben auf die Probe gelegt und der Druckstempel der Prüfmaschine positioniert. Bei der eigentlichen Versuchsdurchführung wird der Druckstempel so belastet, dass die Eindringgeschwindigkeit ca. 1,27 mm/min beträgt; die Eindringtiefe sowie die Kraft werden während des Versuchs gemessen. Nach der Versuchsdurchführung wird der Wassergehalt der Probe bestimmt.

Für die Auswertung wird der Kraftverlauf über der entsprechenden Eindringtiefe aufgetragen. Aus dieser Kurve werden die Kräfte bei einer Eindringtiefe von 2,5 mm bzw. 5 mm ermittelt. Beim CBR-Wert handelt es sich um das Verhältnis dieser Kräfte zu den jeweiligen Bezugskräften in Prozent.

Hinweis: Der Name „California Bearing Ratio“ (Californisches Tragfähigkeitsverhältnis) ergibt sich dadurch, dass in den USA Untersuchungen an Straßen mit zu schwachem und mit ausreichendem Unterbau durchgeführt wurden. Die für den Versuch festgelegten Bezugskräfte beziehen sich dabei auf den amerikanischen Eichversuch mit einem sehr festen Material aus gebrochenem Fels.

Im Erdbaulabor der TU Wien wird zwischen drei Versuchsvarianten unterschieden:  [14]

  • CBR-Laborversuch ohne Wasserlagerung
  • CBR-Laborversuch mit Wasserlagerung
  • CBR-Laborversuch nach Frosteinwirkung
Versuchsstand mit CBR-Topf und Stempel.

© TU Wien, Institut für Geotechnik