Bei der Bestimmung der Bodendichte ρ (früher Feuchtdichte) einer Bodenprobe steht die Bestimmung des Volumens V im Mittelpunkt. In unserem Labor wenden wir folgende Verfahren zur Bestimmung der Bodendichte an:

  1. Ausmessverfahren: für Bodenproben mit festem Zusammenhalt, aus denen sich geometrisch regelmäßige Körper herausarbeiten lassen.
  2. Tauchwägeverfahren: für Bodenproben mit festem Zusammenhalt, jedoch auch bei unregelmäßiger Form.

Die Bodendichte wird beispielsweise in erdstatischen Berechnungen zur Berücksichtigung des Bodeneigengewichtes benötigt.

Die Dichtebestimmung im Labor erfolgt vorwiegend durch das Ausschneiden/Ausstechen und Abmessen von geometrisch regelmäßigen Probekörpern (Würfel, Quader, Zylinder).

Dieses Verfahren eignet sich nicht nur für Labor- sondern auch für Feldversuche.

Ein Mitarbeiter sticht eine Bodenprobe mit einer runden Ausstechform aus.

© TU Wien, Institut für Geotechnik

Auf einem Tisch steht eine fertig ausgestochene Bodenprobe.

© TU Wien, Institut für Geotechnik

Eine Bodenprobe wird mittels einer zylindrischen Ausstechform ausgestochen.

© TU Wien, Institut für Geotechnik

Detailaufnahme eines Ausstechringes zum Ausstechen einer Bodenprobe.

© TU Wien, Institut für Geotechnik

Mit der Tauchwägung kann die Bodendichte auch eines Probekörpers mit unregelmäßiger Form bestimmt werden. Dazu wird der Probekörper zunächst mit Paraffinwachs ummantelt und anschließend in eine Messflüssigkeit mit bekannter Dichte eingetaucht und gewogen. Auf Basis des gemessenen Masseunterschiedes (nicht eingetaucht / eingetaucht) und der Dichte der Flüssigkeit kann das Volumen des Probekörpers und in weiterer Folge die Bodendichte ermittelt werden. 

Ein Mitarbeiter steht vor dem Versuchsgerät zur Tauchwägung.

© TU Wien, Institut für Geotechnik

Ein Mitarbeiter platziert die Bodenprobe in der Flüssigkeit.

© TU Wien, Institut für Geotechnik