2021: Quartal 4 - EOSC-Prozess nimmt Fahrt auf | Erasmus+-Programm | "Gender Equality"-Workshop im Projekt CO-VERSATILE 

EOSC-Prozess nimmt Fahrt auf

Der Aufbau der Austrian EOSC Mandated Organisation erfolgte unter Federführung der TU Wien Bibliothek, die mit der Organisation der ersten Generalversammlung am 13.10.2021 im BMBWF für den ersten Meilenstein sorgte. Für die nächsten zwei Jahre stellt die TU Wien Bibliothek den Vorsitz der Generalversammlung und koordiniert das Monitoring der österreichischen Initiative. Weiters leitet sie zusammen mit dem Naturhistorischen Museum die Arbeitsgruppe Key Performance Indicators und wirkt in den Arbeitsgruppen Austria Country Profile und Researcher Engagement mit. Beate Guba und Paolo Budroni fungieren als EOSC Reference Points an der TU Wien, letzterer ist auch für den Aufbau des EOSC Support Office Austria mit Sitz an der TU Wien verantwortlich und Delegate der österreichischen Initiative in der EOSC Association in Brüssel. Auf internationaler Ebene nimmt die TU Wien Bibliothek an zwei Taskforces der EOSC Association teil, nämlich an der Taskforce PID Policy and Implementation und der Taskforce FAIR Metrics and Data Quality.

Erasmus+-Programm der Bibliothek im 2. Jahr der COVID-19-Pandemie

Um den fachlichen Austausch zwischen Bibliotheken aus ganz Europa in der Pandemie weiterzuführen, wurde von 16. bis 18. November 2021 ein virtuelles Erasmus+-Programm an der TU Wien Bibliothek angeboten. 17 ausgewählte Teilnehmer_innen aus der EU und der Türkei haben an interaktiven, von Mitarbeitenden der TU Wien Bibliothek und weiteren Expert_innen durchgeführten Workshops teilgenommen. Der Schwerpunkt lag auf der zeitnahen Gründung der österreichischen EOSC-Initiative sowie insbesondere auf Open Science, Research Assessment, Subject Registries, Controlled Vocabularies und der Bedeutung persistenter Identifikatoren (PIDs).

"Gender Equality"-Workshop im Projekt CO-VERSATILE

Am 22.10.2021 führte das Bibliotheksteam in Zusammenarbeit mit Brigitte Ratzer (Fachbereich Services Genderkompetenz) und Marjo Rauhala (Research Ethics Coordinator) im Projekt CO-VERSATILE einen Workshop zu "Gender and Intersectionability" durch. Das Thema stand mit der politischen Agenda für den Europäischen Forschungsraum (EFR) unter dem Titel "Vertiefung des EFR durch umweltbezogene Gleichstellung der Geschlechter" im Einklang.

2021: Quartal 3 -  Ergebnisse des Projektes "Smart Campus - Smart Library" |  "Austrian Transition to Open Access 2" (AT2OA2) startet

Vielversprechende Ergebnisse des Projektes "Smart Campus - Smart Library"

Das .dcall-2020-Projekt "Smart Campus - Smart Library" hatte zum Ziel, ein Simulationsmodell des Bibliotheksgebäudes zu entwickeln und für Lehre und Forschung nutzbar zu machen. Lehrende und Studierende haben im Studienjahr 2020/21 an einem digitalen Modell gearbeitet, das in der Praxis eingesetzt wird und durch seinen Anwendungsbezug den Forschungsgegenstand und Lernstoff sehr anschaulich macht.
Der in Zusammenarbeit mit den Forschungsbereichen Bauphysik und Wireless Communications sowie mit Gebäude und Technik und mit der Campus IT der TU Wien entwickelte Prototyp umfasst verschiedene Datensätze zu Bauphysik und Benutzer_innenströmen. Das Projekt wurde zwar mit einer Veranstaltung am 14. Oktober 2021 beendet, die Projektergebnisse motivieren aber sehr, die bisherigen Daten als Langzeitstudie fortzusetzen und für eine Verbesserung der Raumsituation der Bibliothek heranzuziehen. Allgemeine Informationen, das Simulationsmodell, die Datensätze und Visualisierungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster stehen dauerhaft über einen Lernraum in TUcoLAB für den Einsatz in Lehre und Forschung zur Verfügung.

Projekt "Austrian Transition to Open Access 2" (AT2OA2) gestartet

Die erfolgreichen Maßnahmen aus dem Projekt "AT2OA" werden mit dem Ziel fortgesetzt, den Transformationsprozess von Closed zu Open Access weiter voranzutreiben und eine Datendrehscheibe einzurichten, die Publikationsdaten aus verschiedenen Quellen aufbereitet. Hierfür wurden in Teilprojekt 1 Umfrageergebnisse zu bereits bestehenden und möglichen neuen transformativen Verlagsabkommen vorgelegt. In Teilprojekt 2 wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet, die das Metadatenschema und die technischen Anforderungen für einen "Austrian Data Hub for Open Access Negotiations and Monitoring" definieren. Teilprojekt 3 startete mit der Erhebung des Status quo der Publikationskosten österreichischer Universitäten. Teilprojekt 4 widmet sich dem Thema Predatory Publishing. In Teilprojekt 5 wurde der Zugang zum Altmetric-Explorer eingerichtet, mit dem untersucht werden soll, wie sehr Open Access die Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Publikationen erhöht. Die Bibliothek der TU Wien ist in allen Teilprojekten vertreten.

2021: Quartal 2 - Leitbild der Bibliothek | Bibliothek bringt ihre Expertise national und international ein

Leitbild der Bibliothek

Der fast zweijährige partizipative Prozess "Zusammenarbeit gestalten" ging im Juni 2021 mit dem Beschluss eines Leitbildes für die Bibliothek erfolgreich zu Ende. In extern und intern moderierten Workshops wurden Grundsätze im Führungsteam entwickelt und die Basis für ein Leitbild geschaffen, das mithilfe von Lego® Serious Play® gemeinsam erarbeitet und anschließend verschriftlicht wurde.

In diesem Leitbild bekennt sich die Bibliothek dazu, Wissen für alle zu öffnen und die Vernetzung von Menschen und Wissenschaften zu fördern. Der vollständige Text des Leitbildes findet sich auf der Bibliothekswebsite. Das Leitbild wurde am 29. Juni 2021 in Anwesenheit von VR Josef Eberhardsteiner in Kraft gesetzt.

Bibliothek bringt ihre Expertise national und international ein

Mit der Koordination des Aufbaus der Austrian EOSC Mandated Organisation und eines EOSC Support Office Austria unterstützt die TU Wien Bibliothek die derzeit wichtigste Infrastrukturinitiative der Europäischen Kommission auf nationaler Ebene. Anfang Juli 2021 wird die Konsensualvereinbarung dieser österreichischen Initiative beschlossen und im Oktober 2021 die erste Generalversammlung abgehalten.

Paolo Budroni, e-IRG-Chair und Leiter des in der Bibliothek neu eingerichteten Fachbereichs EOSC-Büro und Internationales, tritt im Juli 2021 seine dreijährige Tätigkeit als Mitglied im CLARIN Scientific Advisory Board an.

Im Mai 2021 fanden auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung zwei Workshops zum Thema "Zukunft der <digitalen> Universitäten 2035" an der Donau-Universität Krems statt. Ein Kreis von ausgewählten hochrangigen in- und ausländischen Expert_innen, darunter auch zwei Vertreter_innen der TU Wien Bibliothek, waren eingeladen, um über den Einfluss der Digitalisierung auf die Lehre, Forschung, Organisation und dritte Mission der Universitäten zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Vorgehensweise des Ministeriums dienen.

2021: Quartal 1 - Bibliometrische Services der Bibliothek ausgebaut | Förderung von Englisch-Lektoraten für Doktorand_innen | Horizon2020-Projekt CO-VERSATILE

Bibliometrische Services der Bibliothek weiter ausgebaut

Die Bibliothek unterstützt mit diesem Angebot sowohl Fakultäten, Institute als auch einzelne Wissenschaftler_innen: Die Fachgruppe Szientometrie und Datenvisualisierung erstellt Berichte zur Forschungs- und Publikationstätigkeit von Bewerber_innen im Rahmen von Berufungsverfahren. Instituten stellt sie szientometrische Analysen für die Etablierung internationaler Kooperationen und strategischer Partnerschaften zur Verfügung. Einzelne Wissenschaftler_innen profitieren von Schulungen und Beratungen zu Publikationsstrategien (zum Beispiel Publikationsmedien, Erhöhung der Sichtbarkeit, Autor_innenprofile). Das Monitoring von Metadaten in Recherchedatenbanken und allfällige Korrekturen verhelfen der TU Wien zu besseren Ranking-Ergebnissen. Für den Ausbau der Datenvisualisierungen wird ab Juli 2021 ein Data Visualisation Engineer angestellt.

Förderung von Englisch-Lektoraten für Doktorand_innen

Im März 2021 startete die Bibliothek den neuen "Lektoratsservice für Doktorand_innen der TU Wien", mit dem junge Wissenschaftler_innen zu Beginn ihrer Karriere unterstützt und die Acceptance Rate von Zeitschriftenartikeln oder Konferenzbeiträgen erhöht werden sollen. Der Service steht Doktoratsstudierenden aller Fakultäten offen und ist mit der Fachberatung der Bibliothek zu Themen wie Autorschaft, CC-Lizenzen und Predatory Publishing verknüpft. Die Überprüfung der englischsprachigen Manuskripte erfolgt durch ENAGO Editing Services und IATUL Academic Translation and Editing Service. Mit beiden Dienstleistern hat die Bibliothek Rahmenvereinbarungen abgeschlossen. Die vergünstigten Konditionen für Lektorat und Proofreading kommen allen Mitarbeitenden der TU Wien zugute.

Horizon2020-Projekt CO-VERSATILE

CO-VERSATILE ist eine Antwort auf ein EU-initiiertes Förderprogramm für rasche COVID-19-Maßnahmen und vereint 21 Partner aus Europa und Israel. Der Fertigungssektor soll in Zukunft schnell und angemessen auf Gesundheitskrisen reagieren können. Die TU Wien Bibliothek leitet das Arbeitspaket 6 "Data Management, GDPR, IPR and Ethics", das eine effiziente Umsetzung des Datenmanagements im Projekt sicherstellt. Diese Aufgabe steht ganz im Einklang mit der TU Wien Policy für Forschungsdatenmanagement, die den langfristigen Wert von Forschungsdaten für Forschung, Wissenschaft und Industrie sowie das Potenzial für eine breite Nachnutzung durch die Öffentlichkeit anerkennt. Der sorgsame Umgang mit rechtlichen und ethischen Aspekten wird ebenfalls ein Hauptbeitrag zum Projekt CO-VERSATILE sein. Das Projekt läuft bis November 2022.