(Oslo, 11.8.2026) Bei der Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) Open Science Conference präsentierte Tina Rametsteiner ein Poster zu den Rechten der Natur für die Antarktis – einem Thema, das auf der Konferenz intensiv diskutiert wurde.  

Rechte der Natur sind in einigen Staaten bereits rechtlich verankert und werden zunehmend auch auf internationaler Ebene diskutiert. Die Antarktis erscheint für einen solchen Ansatz besonders geeignet: Sie ist weitgehend unberührt, ökologisch von besonderer Bedeutung und von globaler Relevanz: Veränderungen in der Antarktis wirken sich auf das Klima, den Meeresspiegel, Nährstoffkreisläufe und die Biodiversität aus. Zwar bietet das Antarktis-Vertragssystem (Antarctic Treaty System, ATS) einen vergleichsweise guten umweltrechtlichen Schutz – dennoch bestehen erhebliche Schutzlücken. Darauf weisen auch aktuelle Entwicklungen hin, darunter ein Beschluss der Weltnaturschutzunion (IUCN-Resolution 8.054 "Recognition of the rights of Antarctica", öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster) sowie eine zivilgesellschaftliche Initiative für eine Antarktis-Erklärung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, die im Dezember unterzeichnet werden soll. 

Entsprechend waren die Rechte der Antarktis bzw ein Stewardship-Modell für die Antarktis wichtige Themen auf der Konferenz. Mit ihrem Poster, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster zeigte Tina Rametsteiner auf, welche Erkenntnisse sich aus einer rechtsvergleichenden Untersuchung für die Entwicklung eines internationalen Rechtsrahmens für die Rechte der Antarktis gewinnen lassen. Das Poster trug dazu bei, konkrete, rechtlich umsetzbare Optionen zu skizzieren und Synergien zwischen den Naturwissenschaften und Rechtswissenschaften sichtbar zu machen.