Rahmenbedingungen und theoretischen Machbarkeiten für die Einrichtung von Logistik-Hubs in der Seestadt

Die City-Logistik verursacht rund ein Viertel der CO2-Emissionen im Logistiksektor, obwohl sie nur etwa 4 % der Tonnenkilometer ausmacht. Gleichzeitig wächst das Paketaufkommen stark – getrieben durch E-Commerce, E-Grocery, demografischen Wandel und veränderte Konsumverhalten. Damit steigen Verkehrsbelastung und Emissionen sowie Flächenverbrauch, während städtische Flächen begrenzt bleiben. Urbane Logistiklösungen werden somit zum zentralen Hebel für lebenswerte Stadtquartiere wie die Seestadt.

Kern des Logistikkonzepts ist die detaillierte Abschätzung des Sendungsaufkommens entsprechend der Ausbauschritte und die damit einhergehenden Prognosen für 2024 und 2035. Das ermittelte Sendungsaufkommen wird wiederum nach Nutzungstypen und Logistiksegmenten differenziert, insbesondere KEP. Diese bildet die Basis für konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und Verkehrsaufkommen. Dazu zählen CO2-freie Feinverteilung via Cargobikes, Mikrohubs, Logistik-Hubs mit Entwürfen für Standort- und Betriebskonzepten sowie eine bedarfsorientierte Prüfung von Ladezonen und Paketboxen.

Technische, bauliche, betriebliche und rechtliche Lösungen werden im Verhältnis wachsender Paketaufkommen und steigender Bewohner:innenzahlen in diesem Konzept skizziert. Dementsprechend müssen diese Lösungen mit der heterogenen Interessensvielfalt einer diversen Akteur:innenlandschaft der City-Logistik in Einklang gebracht werden, damit in Zukunft Maßnahmen in die Praxis übersetzt werden können.

Zusammengefasst bietet das Konzept theoretisch umsetzbare, resiliente Lösungen für eine klimagerechte, integrierte Logistik und unterstützt Verwaltung, Planung und Wirtschaft bei der Gestaltung wachsender Stadtteile.

Logistikaufkommen Seestadt 2024 vs. 2035

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