Themenvorschläge für Diplomarbeiten am IFOER

Räumliche Entwicklungsplanung der Stadt Ried im Innkreis unter Einbeziehung der Schwerpunkte Verkehr und Mobilität und interkommunaler Aspekte

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Wegen seiner wirtschaftlichen und administrativen Bedeutung als Bezirkshauptstadt stößt Ried im Innkreis (OÖ) – mit einem relativ kleinen Gemeindegebiet und beschränkten Flächenreserven – vermehrt an seine räumlichen Grenzen. In diesem Zusammenhang sollen zunächst die Planungskonzepte und Planungsansätze hinter gegenwärtigen und vergangenen Entwicklungen analysiert werden (beispielhaft: Trassierung Innkreisautobahn, Einkaufs- und Fachmarktzentren an der Peripherie, Umfahrung Ried). Diese Analyse im Forschungslaborraum Ried soll im Abgleich mit den raumstrukturellen Gegebenheiten erfolgen und zugleich die Frage nach der Aktualität und Qualität der verfügbaren Raumordnungsinstrumente, als Antwort auf  veränderte Rahmenbedingungen angesichts multipler räumlicher Krisen (beispielhaft: Klimawandel, Energieversorgung, Inanspruchnahme von Grund und Boden für bauliche Zwecke), einleiten. Die gewonnenen Erkenntnisse eröffnen den Denk- und Handlungsspielraum für aktuelle Herausforderungen (interkommunale Kooperationen, Bodenpolitik, Energiepolitik etc.) und zukunftsfähige Planungskonzepte, die sich von Ried im Innkreis auch auf ähnlich strukturierte Stadt-Umland-Konstellationen Österreichs übertragen lassen.

 

Planungsprozesse als Lernprozesse gestalten

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Der gebaute Raum ist Ausdruck der Planungs- und Baukultur einer Gesellschaft einer Zeit. Grundlegende Veränderungen in der physischen Umwelt setzen daher immer ein Umdenken voraus. Spielt das Thema „Lernen“ daher eine zentrale Rolle in Planungsprozessen? Wenn ja, wie kann dies gelingen und klug organisiert werden?

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • El Sanadidy, 2013 (Learning from Aspern. Stadtentwicklung am Hausfeld.)
  • Thamm, 2016 (Öffentliche Räume besser verstehen lernen.  Potentiale qualitativer und quantitativer Evaluationsmethoden der Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Parks und Plätze am Beispiel der Stadt Wien.)

 

„Transition Town“

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Können unsere Orte und Städte in nachhaltige Lebensräume übergeführt werden? Wenn ja, wie würden diese konzipiert sein müssen und wie könnte ein solcher Veränderungsprozess verlaufen? Dies soll am Beispiel von ausgewählten Lebensräumen veranschaulicht werden.

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Popp-Pichler, 1997 (Neue Wege  in der niederösterreichischen Dorferneuerung - Ein Überblick mit ausgewählten Fallbeispielen aus dem Waldviertel.)
  • Schindelegger, 2002 (Neunutzung des Zimmermanngeländes in Berndorf.)
  • Kletzer, 2012 (Strategien für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Siedlungsentwicklung gezeigt anhand von drei Beispielen aus der Praxis.)
  • Pratscher, 2017 (Flächenrecycling von Industriebrachen. Darstellung möglicher Folgenutzungen als Beitrag einer nachhaltigen Raumentwicklung.)

 

Baulandreserven

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Viele (vor allem ländliche) Gemeinden verfügen über Baulandreserven von 30-40% gemessen am gesamten Bauland. Das bedeutet, dass nahezu die gesamte Ortsbevölkerung nochmal untergebracht werden könnte. Für viele, vor allem bevölkerungsschwache Regionen stellt dieses Phänomen eine zentrale Herausforderung für die Ortsgestaltung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten dar. Wie kann damit umgegangen werden und wie könnten Strategien am Beispiel von ausgewählten Gemeinden aussehen? 

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Tadler, 1996 (Analyse der Wohnbaulandeignung.)
  • Puhmer, 1996 (Instrumente der Bodenpolitik - Strategien zur Baulandmobilisierung und widmungskonformen Nutzung.)
  • Bindreiter, 2018 (Ermittlung von Baulandpotentialen an Regionalbahnlinien am Beispiel des S-Bahn-Netzes in Oberösterreich.)
  • Rapp, 2018 (Kein verfügbares Bauland trotz Baulandreserven? Möglichkeiten einer nachhaltigen Innenentwicklung im Zusammenhang mit Baulandreserve am Beispiel der Gemeinde Gols.)

 

Verbindliche Bauleitplanung in Deutschland

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Aufgabe der verbindlichen Bauleitplanung ist es, die bauliche und sonstige Nutzung der Parzellen in einer Kommune nach Maßgabe des Baugesetzbuches (BauGB) vorzubereiten bzw. zu leiten, sie ist damit ein wichtiges Instrument der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung. Darstellung und Diskussion von Entwurfsvarianten (Bauleitplanentwürfe), Verfahrensabläufe sowie Beteiligungsverfahren anhand von konkreten Beispielen. 

 

Funktion und Stellung des Bebauungsplanes und der Bebauungsplanung in der Schweiz

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Darstellung und Diskussion von maßgeschneiderten stadträumlichen Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen, Verfahrensabläufe sowie Beteiligungsverfahren anhand von konkreten Beispielen in der Schweiz. 

 

Bebauungsplanung in Österreich

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Anhand des Vergleiches der Systematik und gängigen Praxis in ausgewählten österreichischen Bundesländern sollen Bewährtes, Innovationen und inhaltliche wie methodische Problemstellungen, mit denen besonders achtsam umgegangen werden muss, herausgearbeitet werden und zur systematischen Weiterentwicklung beitragen. 

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Even, 1994 (Die Grundlagen der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung von Cemlik und ihre Behandlung im Hinblick auf theoretische Grundlagen und Computerbearbeitung.)
  • Glatz, 1995 (Neue Wege der Bebauungsplanung im Burgenland - Bebauungsrichtlinien nach dem Burgenländischen Raumplanungsgesetz 1993.)
  • Seebacher, 1997 (Bebauungsplanung im ländlichen Raum  - Eine kritische Auseinandersetzung mit den wesentlichen Inhalten der NÖ Bauordnung 1996 im Vergleich mit der Bauordnung 1976 in der Relevanz zum ländlichen Raum, gezeigt am Beispiel Großglobnitz.)
  • Grundner, 1999 (Siedlungserweiterung und Bebauungsplanung im ländlichen Raum – Erstellung eines Teilbebauungsplanes für die Katastralgemeinde Ehrendorf (Marktgemeinde Großdietmans).)
  • Bitschnau, 2002 (Vergleich des Stands der Bebauungsplanung in den Bundesländern Wien und Vorarlberg.)
  • Schedlmayer, 2007 (Reale Belege für nachhaltige Bebauungskonzepte. Evaluationsmöglichkeiten und Vergleich dreier ostösterreichischer Bebauungsstrukturen.)
  • Steinbichler, 2007 (Qualitätskriterien für verdichtete Formen des Wohnbaus in der Bebauungsplanung. Wege zu qualitätvollem Wohn- und Siedlungsbau.)
  • Vladimirova, 2007 (Vergleich der Bebauungsplanung in Bulgarien und Österreich am Beispiel von Salzburg.)
  • Erich, 2011 (Vergleich der Bebauungsplanung in den Bundesländern Burgenland und Niederösterreich, gezeigt an den Beispielen Eisenstadt Kirchäcker und Mödling.)
  • Reschl, 2019 (Bebauungsplanung und Regenwassermanagement. Innovative Lösungen des Regenwassermanagements und deren Integration in die Bebauungsplanung.)

 

„Komplexe Probleme lösen“

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Für ausgewählte komplexe stadträumliche Problemstellungen sollen „maßgeschneiderte“ Lösungen für Planungsprozesse, Verfahrensabläufe und korrespondierende raumbezogene Konzepte entwickelt oder an vorliegenden Beispielen hinsichtlich ihrer Verallgemeinerbarkeit und Weiterentwicklung zur Diskussion gestellt werden.

 

Erkundung von Potenzialen und Strategien der Innenentwicklung

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Die Transformation und Erneuerung der Bestände ist für die weitere Entwicklung europäischer Siedlungs- und Bebauungsstrukturen – unabhängig von ihrer Größe und den demografischen Rahmenbedingungen – von zentraler Bedeutung. Aufbauend auf einer systematischen Erkundung der Potenziale der Innenentwicklung sollen strategische Konzeptionen entwickelt werden. Die Berücksichtigung qualitativer und quantitativer Aspekte, Aspekte der Energieraumplanung, das schrittweise Vorgehen und die Akzeptanz der Eingriffe sollen besondere Beachtung finden. Als Schlüsselräume werden benannt: Vorarlberg-Rheintal, Wien-Niederösterreich, Zentralraum Oberösterreich, Tirol-Inntal, Zentralraum Kärnten, Zentralraum Salzburg.

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Schnepper, 2012 (Testentwurf - eine Methode zur Erkundung von Potenzialen der Innenentwicklung in Städten und Metropolregionen dargestellt an den Beispielen Wien und Zürich.)
  • Hefinger, 2015 (Innen- vor Außenentwicklung am Beispiel der Gemeinde Absam.)
  • Jutz, 2015 (Siedlungsentwicklung nach innen : Entwurf einer Bauflächenpotentialanalyse zur Identifizierung von Verdichtungspotentialen am Beispiel der Gemeinde Feldkirch in Vorarlberg.)
  • Demuth, 2017 (Innenentwicklung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung am Beispiel einer Wiener Umlandgemeinde.)
  • Marte, 2017 (Innenentwicklung und Nachverdichtung im Vorarlberger Rheintal : eine Analyse von Beispielen und ein quartiersbezogener Nachverdichtungsentwurf als Beitrag zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung.)
  • Pratscher, 2017 (Flächenrecycling von Industriebrachen : Darstellung möglicher Folgenutzungen als Beitrag einer nachhaltigen Raumentwicklung.)
  • Schieder, 2017 (Erkundung von Potenzialen und Strategien der Innenentwicklung und Nachverdichtung am Beispiel der Stadt Krems.
  • Wieneck, 2017 (Innenentwicklung vor Außenentwicklung? Die Implementierung der Flächensparziele der Nachhaltigkeitsstrategie in wachsenden Großstädten Nordrhein-Westfalens am Beispiel der Stadt Köln.)
  • Rapp, 2018 (Kein verfügbares Bauland trotz Baulandreserven? Möglichkeiten einer nachhaltigen Innenentwicklung im Zusammenhang mit Baulandreserve am Beispiel der Gemeinde Gols.)
  • Burgstaller, 2019 (Innenentwicklung in der polyzentrischen Stadtregion Rheintal : Potentiale, Strategien und Maßnahmen der Innenentwicklung am Beispiel der Gemeinde Rankweil.)
  • Koch, 2019 ("Transitioning Downtown LA"– Innerstädtische Revitalisierungsstrategien zur Reurbanisierung von Downtown Los Angeles.)
  • Schneider, 2022 (Gemeindeentwicklung unter Berücksichtigung von Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung – ein Spannungsfeld? Analyse und Handlungsempfehlungen am Beispiel der Marktgemeinde Sonntagberg in Niederösterreich.)

 

Planungsprinzipien für die Gestaltung kooperativer, Dialog-orientierter Planungsprozesse

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Ein innovativer kooperativer Planungsprozess hat vor etwa 40 Jahren vor dem Hintergrund der Konzeption eines dauerhaften Hochwasserschutzes für Wien zur Gestaltung der Wiener Donauinsel als Erholungs- und Freizeitparadies geführt. Der überaus erfolgreiche Planungsprozess ist in der Fachwelt als "Wiener Modell" publiziert. 25 Jahre nach Vollendung der Wiener Donauinsel soll – vor dem Hintergrund aktuell laufender Verfahren (u.a. „Testplanungen“) – den Prinzipien für die erfolgreiche Gestaltung kooperativer Planungsprozesse nachgegangen werden. 

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Mochar, 2021 (Vom Konsumraum der Zwischenstadt zur Potenzialfläche der Zukunft – Die „Suburban-Development-Initiative“ als Kooperationsmodell zur erweiterten Flächennutzung der Einzelhandelsagglomeration „Graz West“.)

 

Indikatorensysteme für eine nachhaltige und resiliente Stadt- und Raumentwicklung

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Voigt, andreas.voigt@tuwien.ac.at
Die Beobachtung der Veränderungen von Raumsystemen über einen längeren Zeitraum und eine darauf gründende Bewusstseinsbildung bei allen am Planungsprozess Beteiligten samt Konzeptionen für erforderliche „Kurskorrekturen“ könnte wesentlich zum Erhalt oder zur Gestaltung lebenswerter Räume beitragen. Dazu sind geeignete Indikatorensysteme für eine nachhaltige und resiliente räumliche Entwicklung notwendig.

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Gmasz, 2007 (Nachhaltige Entwicklungsprozesse im städtischen und ländlichen Raum am Beispiel der Lokalen Agenda 21. Vergleichende Analyse zweier Kommunen zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden bei der Durchführung eines Nachhaltigen Entwicklungsprozesses sowie ExpertInnenbefragung zu den Hemmnissen und Erfolgsfaktoren von Lokalen Agenda 21 Prozessen. Bezirk Margareten in Wien und Gemeinde Steinbach an der Steyr in Oberösterreich.)
  • Kletzer, 2010 (Strategien für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Siedlungsentwicklung gezeigt anhand von drei Beispielen aus der Praxis.)

 

Straßenräume

Kontakt: Dr. Emanuela Semlitsch, emanuela.semlitsch@tuwien.ac.at
Straßenräume sind zentrale und wesentliche öffentliche Räume in einer Stadt. Sie materialisieren gesellschaftliche Veränderungen und sind damit Spiegel und Brennpunkt einer Gemeinschaft, welche sich in einem laufenden Transformations- und Aushandlungsprozess befindet. Jeder Eingriff in die physische Gestalt von Straßenräumen verändert immer auch den Gebrauch und die Wahrnehmung von Stadt wie auch die Produktion des sozialen Raumes.
​​​​​​​Mögliche Themenschwerpunkte:

  • Das Bild der Straße: Welche Bilder erzeugen, assoziieren und transportieren wir mit dem Begriff der Straße? Was blenden wir aus? Wie können wir Bilder transformieren?
  • Materialität der Straße: Die Straße mit ihrer Infrastruktur auf, über und unter der Straße als als sinnlich erfassbarer Erlebnis- und Kommunikationsraum. Woraus entsteht die Straße als Ort?
  • Die Vermessung der Straße: Wie und in welchen Einheiten lässt sich der Straßenraum vermessen? Wie können „neutrale“ Maßangaben übersetzt werden in erlebbare Maßstäbe und Räume.
  • Gehen | Sitzen | Warten: Die Straße bestimmt zu einem großen Teil unsere Bewegung in und durch die Stadt. Welche Möglichkeiten für Bewegung und Aufenthalt bietet die Linearität der Straße mit ihren rhythmischen Abfolgen an Elementen und Abschnitten?
  • Erinnern | Bedeuten: Wie gehen wir um mit Überbleibseln, Relikten, Erinnerungen und Denkmälern? Für wen bedeutet die Straße was? Wie lässt sich Straße lesen und übersetzen?
  • (Un)Sichtbarkeit: Wer bzw. was wird im Straßenraum sichtbar? Was bleibt unsichtbar? Welche Muster werden erkennbar und wie gehen wir damit um

Bereits verfasste Arbeiten zum Themenfeld:

  • Mörk, 2002 (Bürgerbeteiligungsverfahren Wiedner Hauptstraße - Analyse und Vergleich mit anderen Beteiligungsverfahren.)
  • Dutkowski, 2012 (Urbane Transitformation. Die Triester Straße im Wandel.)
  • Schmidt, 2017 (Die Straße als gelebter Raum. Straßen als Orte des Aufenthalts und informellen Lernens.)

 

Die grundsätzlichen Regeln für wissenschaftliche Arbeiten jeglicher Art sind in diesem Dokument (pdf), öffnet eine Datei in einem neuen Fenster zusammengefasst. Der Genderleitfaden des ifoer ist hier (pdf), öffnet eine Datei in einem neuen Fenster abrufbar.