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Wo Sciencepreneurs wachsen

Aus Forschung wird Zukunft: Mit der Spinoff Factory schafft die TU Wien ein Umfeld, in dem aus wissenschaftlichen Ideen erfolgreiche Unternehmen wachsen können. Die 100-prozentige Tochter der Technischen Universität richtet sich an Studierende und Forschende, die ihre Ideen in marktfähige Lösungen überführen wollen – sogenannte Sciencepreneurs.

Blume in den Stadien: Knospe (links), größer gewachsen mit Blätter (Mitte), aufgeblühte Blume mit gelben Blättern (rechts)

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Gruppenfoto mit Ariuna Bembejew, Antonia Rinesch, Christian Hoffmann von der Spinoff Factory (von links nach rechts)

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Ariuna Bembejew, Antonia Rinesch, Christian Hoffmann von der Spinoff Factory (von links nach rechts)

Die Spinoff Factory begleitet Gründungsinteressierte von der ersten Idee bis zum Markteintritt. Ziel ist es, wissenschaftliche Innovationen nicht nur zu denken, sondern ihnen Raum zur Entfaltung zu geben. Workshops, Mentoring und Matchmaking helfen, Mitgründer_innen zu finden, Geschäftsmodelle zu schärfen und Netzwerke aufzubauen. Auch beim Schutz geistigen Eigentums sowie bei der Suche nach Förderungen und Finanzierung erhalten die Teams Unterstützung.

Ein zentrales Element ist das Beteiligungsmodell: Die Spinoff Factory wird Anteilseignerin der entstehenden Unternehmen. „Die angebotenen Services sind dadurch Gründer_innenfreundlich, da mit Minderheitsanteilen eine Partnerschaft eingegangen wird“, erklärt CEO Christian Hoffmann. Dieses Modell ist an führenden Universitäten in Europa und den USA erprobt und ermöglicht eine langfristige Zusammenarbeit. „Für die TU Wien hat dies den Vorteil, dass sie länger und enger mit den Unternehmen verbunden bleibt, die von Absolvent_innen oder ehemaligen Mitarbeitenden gegründet wurden“, so Hoffmann. Es entsteht ein wachsendes Innovationsökosystem, das Wissenschaft und Wirtschaft vernetzt.

Die Spinoff Factory ergänzt die bestehende Gründungsförderung an der TU Wien. Bereits etablierte Angebote wie das Innovation Incubation Center (i²c) unterstützen frühe Phasen, etwa durch ein einjähriges Inkubatorprogramm und Coachings, ebenso wie der Forschungs- und Transfersupport, der zu Förderungen und Kooperationen berät. Mit Noctua Science Ventures kommt ein neuer Frühphasenfonds für akademische Ausgründungen aus Österreich hinzu.

Als 50:50-Joint-Venture zwischen der TU Wien und dem europäischen VC-Fonds Speedinvest sollen Investments zwischen 250.000 und 500.000 Euro ermöglicht werden. So entsteht ein fruchtbarer Boden, auf dem Ideen gedeihen und Unternehmen wachsen. 

Nach einer einjährigen Aufbauphase wurde die Spinoff Factory am 9. März offiziell eröffnet. „Nun können wir unsere Services zukünftigen Sciencepreneurs anbieten und gemeinsam mit den Gründer_innen wachsen“, freut sich Hoffmann. Ein klares Signal: An der TU Wien bekommen Innovationen die Chance, Wurzeln zu schlagen – und Wirkung zu entfalten.

Webtipp: https://spinoff-factory.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster