In Übereinstimmung mit der fuTUre fit-Strategie der TU Wien und den Open Science-Grundsätzen zielt das neue Pilotprojekt darauf ab, nachhaltige Verfahren für die Verwaltung, Kuratierung und gemeinsame Nutzung von Forschungsdaten und -code zu etablieren. Ausgewiesene Data Stewards an den Fakultäten werden eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung der Datenqualität, Reproduzierbarkeit und Zugänglichkeit in allen Forschungsprojekten spielen und so den kulturellen Wandel, wie Daten innerhalb der Universität behandelt und gemeinsam genutzt werden, unterstützen.
Die Initiative des Zentrums für FDM wird in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Mathematik und Geoinformation sowie der Fakultät für Architektur und Raumplanung durchgeführt. Sie ist in den LV-Zusatzvereinbarungen enthalten und läuft von Oktober 2025 bis Ende Dezember 2027.
Ein vielversprechender Start
Das Kick-off-Meeting, das am 29.Oktober 2025 im „Luftpavillon” stattfand, brachte Forschende und Datenfachleute mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen zusammen, darunter die Bereiche Fernerkundung und Geoinformation sowie wissenschaftliche und gestalterische Architektur und Raumplanung. Gemeinsam nahmen sie an interaktiven Aufgaben teil, um ein tieferes Verständnis der Datenlandschaft innerhalb der beiden Fakultäten der TU Wien zu erlangen. Die Übungen zeigten die beeindruckende Vielfalt der Daten aus verschiedenen Disziplinen – von räumlichen und georäumlichen Daten über Architekturmodelle und Simulationen bis hin zu städtebaulichen Daten – und legten damit den Grundstein für die Identifizierung gemeinsamer Herausforderungen und Möglichkeiten für die Zusammenarbeit bei zukünftigen Data-Stewardship-Aktivitäten.
Abschließend diskutierten die Teilnehmenden das sich wandelnde Profil von Dats Stewards: Fachleute, die technisches Know-how, wissenschaftliches Verständnis und ein Engagement für offene, hochwertige Daten vereinen. Wie Tomasz Miksa, ein Vertreter des Zentrums für FDM, während des Treffens betonte, „ist das wichtigste Ergebnis von gutem Forschungsdatenmanagement vertrauenswürdige, wiederverwendbare Datensätze. Unsere Produkte sind nicht nur Veröffentlichungen – sie sind die Datensätze selbst. Ein ordnungsgemäßer Prozess für das Datenmanagement ist unerlässlich, um Forschung wirkungsvoll zu betreiben“.
Was kommt als Nächstes?
Im nächsten halben Jahr werden wir eine Reihe von Schulungen und Workshops organisieren, die in sechs Module zu den folgenden Themen gegliedert sind:
- Einführung in das Forschungsdatenmanagement (FDM)
- FDM-Infrastrukturen
- Die FAIR (Meta-)Data-Prinzipien
- Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen
- Datenqualität
- Einführung in AI/ML
Der erste Workshop ist bereits für den 5. Dezember geplant. Er hat das Ziel, die Teilnehmenden mit Details der FDM-Praxis und den konkreten Schritten zur Umsetzung des Datenmanagements innerhalb ihrer Fakultäten vertraut zu machen.
Eine gemeinsame Vision
Das Data Stewardship Pilotprojekt unterstreicht das Engagement der TU Wien für nachhaltige, wirkungsvolle und transparente Forschung. Projekte wie dieses fördern die Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten, befähigen Forschende, ihre Daten verantwortungsbewusst zu verwalten und zu teilen, und stärken die Rolle der TU Wien als Vorreiterin in den Bereichen Open Science und digitale Forschungsinnovation.
Kontakt
TU Wien
Zentrum für Forschungsdatenmanagement
research.data@tuwien.ac.at
