Rechenzentren gewinnen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des zunehmenden Einsatzes Künstlicher Intelligenz an raumplanerischer Relevanz. Als energie- und flächenintensive Infrastrukturen wirken sie unmittelbar auf Raumstrukturen, Infrastruktursysteme und Nachhaltigkeitsziele – und gelten zugleich als kritische Infrastrukturen von strategischer Bedeutung. Nationale Weichenstellungen und Veränderungen in europäischen Marktstrukturen deuten auf einen gezielten Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten in Österreich hin, wodurch der räumlichen Planung österreichischer Städte und Gemeinden zentrale Steuerungs- und Koordinationsaufgaben zukommen.
Im Rahmen des von der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) initiierten Transferformats befasst sich der Forschungsbereich Örtliche Raumplanung mit den wachsenden raumplanerischen Herausforderungen bei der Standortwahl, Ausgestaltung und Integration von Rechenzentren. Zentrale Themen sind Fragen der Flächenkonkurrenz, die Einbindung in Energie- und Wärmenetze, die Resilienz digitaler Infrastrukturen sowie deren Wirkungen auf bestehende räumliche Strukturen.
Das interdisziplinäre Format vereint 12 Wissenschaftler:innen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg. In workshopgeleiteten Analysen und Dialogformaten, u.a. mit Betreiber:innen und Planungspraktiker:innen, werden Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige, resiliente und raumverträgliche Entwicklung digitaler Infrastrukturen im D-A-CH-Raum erarbeitet. Das Transferformat ist Teil der ARL-Mission „Zukunftsfähige Infrastrukturen planen“.
Laufzeit: Dezember 2025 – Juli 2027
Förderung: ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
Ansprechpartnerin Ifoer: Dr. Emilia M. Bruck
Weitere Informationen sind auf der Website zum Projekt, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster zu finden.