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Shared RDM: Drei Jahre gemeinsame FDM-Entwicklung in Österreich

Mit dem finalen Projektmeeting am 23.6.2026 in Graz wurde das Projekt Shared RDM Services and Infrastructure erfolgreich abgeschlossen.

Gruppenfoto mit ca. 35 Personen unter Bäumen.

Das Shared RDM-Projektteam beim Abschlussmeeting in Graz.

Drei Jahre lang haben die zwölf österreichischen Partneruniversitäten unter der Leitung der TU Graz im Projekt gemeinsam daran gearbeitet, Forschungsdateninfrastrukturen, FDM-Tools, Services und Kompetenzen weiterzuentwickeln, Synergien zu nutzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, um FDM-Angebote als Shared Services bereitzustellen. 

Fachleute vernetzen, Communities aufbauen

Durch regelmäßige Online-Meetings, die Etablierung themenbezogener Arbeitsgruppen, eine gemeinsame Wissensplattform in coLab, die Fortführung der Webinarserie „FDM in Österreich“ und die Organisation großer, offener Veranstaltungen wurde ein Austausch innerhalb des Projektteams und weit darüber hinaus ermöglicht. 

Der Wunsch aller Projektpartner ist es, diesen lebendigen und fruchtbaren Austausch im Konsortium auch über das Projektende hinaus aufrechtzuerhalten. Deutlich wurde auch, dass sich die Aufgaben im Bereich FDM an allen Universitäten ähneln und dass eine Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen an vielen Stellen sinnvoll und gewünscht ist.

Technische Tools und Services

Im Bereich der technischen Tools und Services haben sich Anwender- und Interessenten-Communities im Laufe des Projekts dauerhaft etabliert. Sowohl der Nutzerkreis als auch der Nutzen der Open-Source-Tools DAMAP (DMP-Tool) und eLabFTW (elektronisches Laborbuch) sowie der Repository-Lösungen Phaidra und InvenioRDM wurden im Rahmen des Projekts ausgebaut. Bei der Einführung dieser Tools und Services kamen verschiedene Betriebsmodelle zum Einsatz, je nachdem, welche technischen und personellen Ressourcen die jeweiligen Projektpartner zur Verfügung hatten. Durch die Unterteilung in die Aufgabenbereiche Deployment, Wartung und Support sind die Betriebsmodelle flexibel einsetzbar. 

Deutlich zeigt sich das Potenzial universitätsübergreifender Shared Services am Beispiel der DAMAP Cloud, die von der TU Wien in Zusammenarbeit mit der TU Graz entwickelt wurde. Beim Cloud-Angebot zur Erstellung von institutsspezifischen Datenmanagementplänen sind die technischen Aufgaben wie Deployment, Wartung und Support klar von den inhaltlichen Admin-Aufgaben getrennt. Auf diese Weise kann den Partneruniversitäten zukünftig ein einfaches und wartungsextensives Service für ihre Forschenden zur Verfügung gestellt werden. Organisatorische Voraussetzung ist ein langfristiges transparentes Governance- und Finanzierungsmodell, das bis zum Jahresende fixiert werden soll. 

Gemeinsame Entwicklung für ausgezeichnete Qualität

Die aktive Mitarbeit der Projektpartner, insbesondere der TU Wien und der TU Graz, an der Weiterentwicklung der InvenioRDM-Software des Cern hat zu wesentlichen Verbesserungen der institutionellen Forschungsdatenrepositorien beigetragen. Wesentliche Meilensteine waren hier die Authentifizierung via eduGAIN und die Einführung eines Kuratierungsworkflows, der ein wichtiges Element auf dem Weg zum Gütesiegel CoreTrustSeal des TU Wien Research Data Repositoriums war.

Wie geht es weiter?

Aktuelle nationale Entwicklungen deuten auf eine großangelegte Initiative hin, die sich künftig auch mit universitätsübergreifenden Shared Services beschäftigen soll. In der Zwischenzeit finden die weitere FDM-Entwicklung und der Austausch zwischen den österreichischen Forschungseinrichtungen zu FDM-Themen in etwas reduzierter Form ohne formellen Rahmen statt. Über die im Projekt aufgebauten Kontakte und Netzwerke, in regelmäßigen Meetings der einzelnen Communities und Interessengruppen und nach Möglichkeit in jährlichen Veranstaltungen zur Festigung der Zusammenarbeit.

Weitere Informationen

Weitere Informationen und Materialien zum Projekt finden Sie auf der Website des Cluster Forschung+Daten: Shared RDM - Cluster Forschung+Daten, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Kontakt

TU Wien
Zentrum für Forschungsdatenmanagement
research.data@tuwien.ac.at