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Neues „FWF Research Group“-Projekt in der Oberflächenphysik-Gruppe

Der FWF hat das neue Projekt „Pushing Oxide Catalysis: Atomic-Scale View at Photocharges“ genehmigt. Es ist eine Zusammenarbeit von Giada Franceschi (Oberflächenphysik-Gruppe am IAP), Michele Reticcioli (der dafür in die Oberflächenphysik-Gruppe wechselt), und Laerte Patera (Universität Innsbruck).

Symbolbild für das Projekt „Pushing Oxide Catalysis: Atomic-Scale View at Photocharges“

© Michele Reticcioli

In der Zukunft wird Wasserspaltung (zur Erzeugung von Wasserstoff) oder die Herstellung von Chemikalien aus dem Treibhausgas CO₂ mit Sonnenlicht betrieben. Metalloxide wie Hämatit (Fe₂O₃) oder Wismuth-Vanadat (BiVO₄) können das direkt, ohne Umweg über Solarzellen und elektrischen Strom. Leider ist die Effizienz dieser Prozesse noch sehr klein. Um diese Technologie zu verbessern, benötigt man ein besseres Verständnis der Dynamik von Ladungen, die durch Licht in Metalloxiden entstehen, und der Wechselwirkung mit Defekten und Dotierungsatomen. Genau daran wird die Forschungsgruppe arbeiten. Giada Franceschi kann auf ihre Erfahrung in der Herstellung von Proben mit Laserdeposition (pulsed laser deposition, PLD) und der Charakterisierung mit Ultrahochvakuum-Techniken aufbauen, Laerte Patera wird neue Methoden der Rasterkraftmikroskopie (atomic force microscopy, AFM) einsetzen, und der langjährige Kooperationspartner Michele Reticcioli ist für Theorie und Rechenmethoden zuständig.

Das Programm „Research Groups“ des Wissenschaftsfonds FWF fördert Teams von drei bis fünf ForscherInnen, die inter- oder multidisziplinäre Forschung betreiben. Das Konsortium aus der Arbeitsgruppe Oberflächenphysik am IAP und der Universität Innsbruck wurde für eines von nur drei im Jahr 2025 bewilligten Projekten dieses Programms ausgewählt – eine besondere Auszeichnung für dieses Team!