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Moon Museum: Curating Outer Space

Die internationale Konferenz findet vom 28.–29.Mai an der TU Wien statt.

Astronaut_in am Mond

© TU Wien

So allgegenwärtig das Universum in der öffentlichen Vorstellung auch ist, so sehr stellt es doch ein Repräsentationsparadoxon dar: verzerrter Raum, verzerrte Zeit, verdrehte Logik. Immer wieder haben sich Wissenschaftler_innen, Aussteller_innen und Künstler_innen mit der Herausforderung auseinandergesetzt, die Andersartigkeit des Kosmos, in den unser Planet eingebettet ist, zu vermitteln. Von Weltraumkunst bis Science-Fiction-Filmen, von Dokumentarfilmen bis zu Groschenromanen, von Planetariumsausstellungen bis zu Museumsdioramen – der Weltraum mit seinen Landschaften, Bewohnern und Infrastrukturen wurde auf vielfältige Weise erfunden und neu erfunden. 

Diese Konferenz widmet sich dem Medium der Präsentation und betrachtet den Weltraum als kuratorisches Problem: Wir nähern uns diesem Forschungsfeld aus zwei Perspektiven und untersuchen sowohl, wie der Weltraum historisch auf der Erde präsentiert wurde, als auch, wie der Weltraum selbst als Ausstellungsort konzipiert wurde.

Ausstellungen zum Thema Weltraum werfen Fragen auf: Wie wurde der Kosmos zu verschiedenen Zeiten inszeniert? Wie mobilisierte er koloniale und imperiale Denkweisen? Wie diente er als geopolitische Arena? Und wie entwarf er unterschiedliche Zukunftsszenarien? Umgekehrt regen uns Weltraumausstellungen dazu an, grundlegende kuratorische Annahmen und Kategorien zu überdenken: Welche Bedeutung hat „Kunst“ in einem außerirdischen Umfeld? Was ist ein Museum, eine Ausstellung, eine Präsentation ohne Publikum? Was bedeutet es, für ein nicht-menschliches oder außerirdisches Publikum zu kuratieren? Indem wir diese beiden Perspektiven zusammenführen, möchten wir Anregungen für kritische Reflexion und spekulative Neugestaltung von Fragestellungen an den Schnittstellen von Kulturgeschichte des Weltraums und kuratorischen sowie museumswissenschaftlichen Studien bieten.

Keynote 

Barbara Imhof ist eine international renommierte Raumfahrtarchitektin und Designforscherin. Ihre Arbeit widmet sich innovativen Lebensräumen für extreme Umgebungen sowie nachhaltigen Zukunftsmodellen auf der Erde. Als Mitgründerin von LIQUIFER entwickelt sie interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Raumfahrttechnologie und Wissenschaft. Seit 2023 ist sie Professorin an der Universität Innsbruck mit einem Schwerpunkt auf experimenteller Architektur und Design für extreme Umgebungen.

Öffentliche Keynote der internationalen Tagung "Moon Museum: Curating Outer Space"

Weitere Infos unter:https://kunstgeschichte.tuwien.ac.at/veranstaltungen/moon-museum-curating-outer-space/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Konzept & Organisation

Thomas Moser (TU Wien/NDU St. Pölten)

Magdalena Grüner (USC Los Angeles)