Beim zweiten MObilitätsMOntag des land.mobil:LAB am 8. Juni 2026 in der Textilfabrik Hirschbach drehte sich alles um das Thema Carsharing im ländlichen Raum. Ziel der Veranstaltung war es, unterschiedliche Ansätze, Erfahrungen und Rahmenbedingungen für gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Guntmar Müller, Gastgeberin Barbara Calas-Reiberger und das land.mobil:LAB präsentierten Expert:innen aus Forschung und Praxis verschiedene Perspektiven auf geteilte Mobilität. Barbara Calas-Reiberger stellte die zukünftige Entwicklung der Textilfabrik zu einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt vor, in dem auch Mobilitätsangebote mitgedacht werden. Christoph Kirchberger zeigte Herausforderungen der Mobilität in ländlichen Regionen auf und diskutierte die Rolle von Carsharing als Ergänzung bestehender Angebote.
Konkrete Praxisbeispiele kamen aus dem Waldviertel: Renate Brandner-Weiß stellte bestehende E-Carsharing-Angebote der TRE Thayaland vor, während Michael Pollak Einblicke in die Entstehung und Organisation des Nachbarschaftsautos in Rafings gab. Matthias Komarek von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich erläuterte Potenziale von E-Mobilität sowie Anforderungen an Ladeinfrastruktur im Wohnbau. Ergänzt wurde das Programm durch einen Beitrag von Oliver Peck von der TU Wien zu rechtlichen und versicherungsrelevanten Fragestellungen beim Teilen von Fahrzeugen. Gloria Winkler vom Mobilitätsmanagement Niederösterreich zeigte abschließend Möglichkeiten auf, wie Gemeinden Mobilitätsangebote erfolgreich kommunizieren können.
Im Anschluss bot ein interaktiver Austausch an verschiedenen Themenstationen Gelegenheit, offene Fragen zu diskutieren und Erfahrungen zu teilen. Besonders intensiv wurden gemeinschaftliche Wohnformen, E-Mobilität und die praktische Umsetzung von Carsharing-Angeboten besprochen.
Der nächste MObilitätsMOntag findet nach der Sommerpause statt und widmet sich dem Thema Mobilität von Frauen.