Laura Kallinger, TUW-Architekturstudentin, sorgte bereits vor zwei Jahren für Aufsehen, als sie bei den European University Games Silber holte und zur Vize-Europameisterin der Universitäten wurde. Nach diesem Sommer scheint es, als wäre ihre Erfolgsserie nicht zu bremsen.
Unter Top 100 weltweit
Mittlerweile ist Kallinger von den University Games in die internationale Liga aufgestiegen und kämpft im österreichischen Nationalteam. Dort feierte sie in diesem Sommer gleich eine Reihe von Erfolgen: Nach einer Goldmedaille beim Europacup Ende Mai in Dubrovnik errang sie nur einen Monat später beim European Open in Prag ebenfalls Gold und damit ihren bisher größten Erfolg in der Allgemeinen Klasse.
Eine Goldmedaille gab es Ende August beim prestigeträchtigen Grand Slam in Lausanne zwar nicht für Laura Kallinger, aber zufrieden war sie dennoch, weil sie aus dem Kampf gegen die Nummer 4 der Welt, die Brasilianerin Shirlen Nascimento, als Siegerin hervorging: „Das ist das erste Mal, dass ich gegen jemanden aus der Top 10 gewinnen konnte“, sagt Kallinger. Nach diesem Grand Slam steht sie nun auf Platz 83 der Weltrangliste (zuvor 110). Da die Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 bereits läuft, waren die Grand Slams aufgrund der hohen Punktevergabe entscheidend. Dass Kallinger dafür nominiert wurde, zeigt ihre aktuelle Form und das Vertrauen von Nationalteam-Trainerin Yvonne Snir-Bönisch in die 24-jährige Wienerin.
Architekturstudium und Spitzensport unter einem Hut gebracht
Parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn studiert Kallinger Architektur an der TU Wien. Seit Beginn ihres Studiums nach der Matura schätzt sie die Verbindung von Kreativität und methodischem Arbeiten. Studium und Spitzensport zu verbinden, ist nicht leicht, weil beides Zeit, Disziplin und Ausdauer erfordert. Laura Kallinger meistert diese Kombination seit Jahren und befindet sich nun im letzten Drittel ihres Studiums, wie sie erzählt. Und wie sieht das Wunschhaus von Laura Kallinger aus? „Am liebsten würde ich ein Haus für alle bauen; natürlich mit einem eigenen Judo-Dojo. Mein Haus wäre ein Rückzugsort für jede_n, der/die ihn braucht und am besten noch ein Ort, wo man sich trifft, um gemeinsam Sport zu machen.“
Die TU Wien gratuliert Laura Kallinger herzlich zu ihren Goldmedaillen und wünscht ihr für die anstehenden Grand Slams und die Qualifikation weiter viel Erfolg!


