Jedes Jahr kommt die InvenioRDM-Community an einem Ort zusammen, um über die bisherigen Entwicklungen und die zukünftige Ausrichtung des Projekts zu diskutieren. Das diesjährige Treffen fand vom 23. bis 27. Februar auf dem Campus der TU Graz statt.
Da das institutionelle Datenrepositorium der TU Wien, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster bekanntlich auf InvenioRDM basiert und die TU Wien aktiver Partner ist, war unsere Teilnahme natürlich gesetzt.
CERN & Freunde: Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit
Organisatorisch waren die ersten beiden Tage den Präsentationen des CERN und anderer Community-Mitglieder über die neuesten Entwicklungen und einige zukünftige Aufgaben gewidmet. Dazu gehörte auch das neue AIRDEC-Projekt, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, in dessen Rahmen die Eingabemaske für neue Datensets vollständig überarbeitet werden soll, um bekannte Probleme zu beheben und die Benutzerfreundlichkeit beim Hochladen von Daten zu verbessern.
Ab Mittwoch standen Workshops auf dem Programm, die wieder mit Open Space Technology, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster organisiert wurden. Auf diese Weise konnte jede_r Ideen für Themen einbringen, die er oder sie für relevant hielt. Anschließend stimmten alle Teilnehmenden über die Themen ab, die in eigenen Workshops diskutiert werden sollten.
TU Wien: REST-API und Qualitätssicherung
Max Moser vom Zentrum für FDM der TU Wien hat zwei Themen vorgeschlagen und die entsprechenden Sessions geleitet – eine zur Verbesserung der REST-API-Dokumentation und eine zu Qualitätssicherung und Datenkuratierungs-Workflows.
Das erste Thema war vom Feedback einer TU Wien-Wissenschaftlerin aus dem Forschungsbereich Data Science zur bestehenden API-Dokumentation inspiriert: Julia Jaklin hat die REST-API verwendet, um über hundert Datensätze in die E-LAUTE-Community, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster in TU Wien Research Data hochzuladen, und anschließend ihre Erfahrungen geteilt. Im Rahmen der Session haben die Teilnehmenden mehrere Schwachstellen der aktuellen zentralisierten und manuell gepflegten Dokumentation identifiziert und Ideen zur Verbesserung entwickelt.
Als Ergebnis wurde festgehalten, dass es deutlich sinnvoller ist, die Dokumentation jeder InvenioRDM-Instanz in die jeweilige Instanz selbst zu integrieren, statt sie zentral zu hosten. Es wird erwartet, dass die automatische Generierung der OpenAPI-Spezifikationen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster durch jede Instanz die Vollständigkeit und Genauigkeit erhöht. In Kombination mit anpassbaren Erläuterungen und Beispielen sollten so die meisten Schwachstellen behoben werden können.
Bessere Review-Prozesse
In der zweiten TU Wien-Session wurden Anforderungen, Arbeitsabläufe und mögliche Lösungen zur Qualitätssicherung untersucht, die für viele Institutionen relevant sind. Mehrere InvenioRDM-Partner verwenden die Erweiterung Invenio-Curations, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, die von der TU Graz und der TU Wien gemeinsam entwickelt wurde. Andere verfolgen einen einfacheren, community-basierten Ansatz mit unterschiedlichen Arbeitsabläufen und Anwendungsfällen.
Es herrschte allgemeine Einigkeit darüber, dass zentralisierte Reviewer-Teams schnell überlastet werden, wenn das System an Popularität gewinnt. Außerdem fehlt generischen Reviewern möglicherweise das domänenspezifische Wissen, das erforderlich ist, um den Uploadern das bestmögliche Feedback und spezifische Verbesserungsvorschläge zu geben.
Daher erläuterten die Vertreter_innen der TU Wien ihr Vorhaben, fakultätsbasierte Data Stewards einzusetzen, um diese Herausforderung anzugehen. Es wurden verschiedene Lösungswege diskutiert, um geeignete Workflows in InvenioRDM im Allgemeinen und in TU Wien Research Data, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster im Besonderen umzusetzen.
Wie sich herausstellte, gibt es in der neuesten, noch nicht veröffentlichten Entwicklungsversion von InvenioRDM bereits geeignete Mechanismen, mit denen diese Anforderungen umgesetzt werden können. Diese Mechanismen für das System der TU Wien verfügbar zu machen und sie so zu erweitern, dass sie perfekt zu unseren Anwendungsfällen passen, sollte recht einfach und unkompliziert möglich sein.
Viele weitere fruchtbare Diskussionen
Daneben gab es viele weitere fruchtbare Diskussionen und Sessions. Spannende Themen waren zum Beispiel ein containerbasiertes Setup, die Eingabe und Anzeige von Geo-Metadaten sowie bessere Testsuites, um das Auftreten versehentlicher Regressionsfehler zu reduzieren.
Kontakt
TU Wien
Zentrum für Forschungsdatenmanagement
research.data@tuwien.ac.at
