Ende April machten sich Studierende der Raumplanung und Architektur der TU Wien gemeinsam mit Studierenden der TU Brünn, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster auf zu einer dreitägigen Exkursion durch die Grenzregion zwischen Österreich und Tschechien. Die Reise wurde organisiert von unseren Lehrenden Nina Svanda und Thomas Dillinger und durch die Förderung von Aktion Österreich, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster ermöglicht. Ziel war es, räumliche Entwicklungen, historische Strukturen und aktuelle Transformationsprozesse vor Ort kennenzulernen – und gleichzeitig den fachlichen und kulturellen Austausch zwischen den beiden Universitäten zu stärken.
Tag 1: Von Břeclav nach Znojmo und Vranov nad Dyjí
Der erste Tag begann früh am Morgen in Břeclav, von wo aus die Gruppe mit dem Bus nach Znojmo reiste. Dort stand zunächst die Besichtigung eines Klosters auf dem Programm. Neben architektonischen Eindrücken bot sich hier auch die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen der beiden Studierendengruppen – begleitet von einer gemeinsamen Mittagspause.
Am Nachmittag führte die Route weiter nach Vranov nad Dyjí. Die imposante Schlossanlage, malerisch über dem Fluss Dyje gelegen, wurde von außen erkundet und bot beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Auf der Rückfahrt nach Znojmo wurden optional ein Kraftwerk und ein Staudamm thematisiert, bevor der Tag mit dem Check-in im Hotel und einem offenen Ausklang endete.
Tag 2: Ländliche Transformation und Nationalpark Thayatal
Am zweiten Tag ging es von Znojmo aus über die Grenze nach Österreich, zunächst nach Drosendorf. Dort wurde das Schloss, dem Standort der landuni, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, besucht, ein spannendes Beispiel für neue Nutzungsansätze historischer Bausubstanz im ländlichen Raum.
Weiter führte die Exkursion nach Langau, wo unter dem Titel „Jugend auftanken, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster“ ein innovatives Projekt vorgestellt wurde, das sich mit der Umnutzung einer ehemaligen Tankstelle zu einem Ort für junge Menschen beschäftigt. Dieses Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie kreative Ideen zur Belebung peripherer Regionen beitragen können.
Am Nachmittag stand ein geführter Besuch im Nationalpark Thayatal, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster rund um Hardegg auf dem Programm. Neben einer Einführung im Nationalparkzentrum unternahm die Gruppe eine kurze Wanderung auf dem Hennerweg und erhielt Einblicke in Naturschutz, Landschaftsentwicklung und sanften Tourismus.
Den Abschluss des Tages bildete die Besichtigung des Schlosses Uherčice, bevor es zurück nach Znojmo ging.
Tag 3: Kulturlandschaft Lednice-Valtice
Der dritte und letzte Tag führte die Gruppe nach Mikulov. Bei einem Stadtrundgang wurden die historischen Strukturen und die städtebauliche Entwicklung dieser bedeutenden südmährischen Stadt näher beleuchtet. Nach der Mittagspause ging es weiter nach Lednice, wo der weitläufige Landschaftspark erkundet wurde.
Das Gebiet rund um Lednice und Valtice ist ein herausragendes Beispiel für eine gestaltete Kulturlandschaft, in der Architektur, Gartenkunst und Landschaftsplanung eine einzigartige Einheit bilden. Weitere Stopps in der Region boten zusätzliche Einblicke in dieses UNESCO-Welterbe, bevor die Exkursion am späten Nachmittag in Břeclav endete.
Fazit
Die Exkursion bot nicht nur die Möglichkeit, unterschiedliche räumliche und architektonische Kontexte kennenzulernen, sondern auch, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Der grenzüberschreitende Austausch zwischen den Studierenden der TU Wien und TU Brünn erwies sich dabei als besonders bereichernd – fachlich wie persönlich.