Wir begrüßen Maria da Graça Ribeiro Correia Ragazzi, Marina Montresor, Chrissie Muhr, Carla Ferrando und Pablo Garrido Arnaiz (Parabase), Stefan Rettich, Lorenz E. Riegler, Anastassia Smirnova und Alexander Sverdlov sowie Igor Urdampilleta an der TU Wien. Sie sind an der Fakultät für Architektur und Raumplanung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster zu Gast und bereichern diese mit ihrem Wissen und ihren Perspektiven zu architektonischem Entwerfen, der Transformation des Bestands, kreislauforientiertem Bauen, Stadtentwicklung und Klimaanpassung sowie zu rechtlichen Grundlagen der Raumplanung. Ulf Leonhardt ist an der Fakultät für Physik mit einer Lehrveranstaltung zu theoretischer Quantendynamik zu Gast. Wir freuen uns auf das gemeinsame Semester!
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Gastprofessuren im Sommersemester 2026
Die TU Wien begrüßt eine Reihe renommierter Gastprofessor_innen.

© TU Wien Matthias Heisler Overlay freepiks
Maria da Graça Ribeiro Correia Ragazzi

© Correia/Ragazzi Arquitectos
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung: Integratives Entwerfen mit Graça Correia – Metamorphosis, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur am Institut für Architektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Graça Correia ist Architektin und Hochschullehrerin, deren Arbeit architektonische Praxis, Forschung und Lehre miteinander verbindet. Sie schloss ihr Architekturstudium an der Fakultät für Architektur der Universität Porto (FAUP) ab und arbeitete anschließend mit Eduardo Souto de Moura zusammen – eine Erfahrung, die ihren architektonischen Ansatz nachhaltig geprägt hat, insbesondere im Hinblick auf den präzisen Umgang mit Kontext, Konstruktion und dem Erbe der Moderne. Sie promovierte an der Universitat Politècnica de Catalunya (UPC) (Barcelona) mit einer Forschungsarbeit zum Werk von Ruy Jervis d’Athouguia und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur kritischen Neubewertung der portugiesischen Moderne. Als eingeladene Forscherin an der Faculdade de Arquitectura da Universidade do Porto (FAUP) erlangte sie 2022 die nationale Habilitation. Derzeit ist sie außerordentliche Professorin an der Universidade Lusófona do Porto (FCATI-ULP) und war Gastprofessorin an mehreren internationalen Universitäten. Ihre akademische und berufliche Tätigkeit ist geprägt von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis und steht für eine zeitgenössische Interpretation moderner architektonischer Prinzipien, die sowohl ihre Lehre als auch ihre Entwurfsarbeit bis heute bestimmt.
Ulf Leonhardt

© Leonhardt
Zeitraum: 16.03.2026 – 15.04.2026
Lehrveranstaltung: Literaturseminar Theoretische Quantendynamik
Gastprofessur an der Fakultät für Physik
Ulf Leonhardt ist der Murray B. Koffler Professor für Physik am Weizmann-Institut in Israel. Er forscht an Verbindungen zwischen Quantenoptik und allgemeiner Relativitätstheorie. In seinem Labor werden optische Experimente mit künstlichen Schwarzen Löchern gemacht und auf theoretischem Gebiet versucht er, Licht in die Dunkle Energie der Kosmologie zu bringen. An der TU Wien hält Ulf Leonhardt eine Lehrveranstaltung zu theoretischer Quantendynamik.
Marina Montresor
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung zur Weiterentwicklung des Stadio San Siro, Mailand, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur am Institut für Architektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Marina Montresor ist Architektin und promoviert derzeit an der ETH Zürich und dem Getty Research Institute. Sie verbindet Architektur, Lehre, Schreiben und kuratorische Praxis. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Untersuchung architektonischer Möglichkeiten im Spannungsfeld materieller, technologischer und politischer Bedingungen. 2022 war sie bereits als Gastprofessorin an der TU Wien tätig.
Im Sommersemester 2026 bietet der Forschungsbereich Gestaltungslehre und Entwerfen ein Projekt zur möglichen Fortschreibung des Mailänder San-Siro-Stadions (heute: Stadio Giuseppe Meazza) an. Angesichts der geplanten Abriss- und Neubaupläne der Vereine AC Milan und FC Internazionale untersucht die Entwerfen-Übung, ob eine Anpassung des bestehenden Stadions – eines architektonischen Meisterwerks und stadtgeschichtlichen Denkmals – als Alternative möglich ist.
Weitere Informationen: www.marinamontresor.com, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Chrissie Muhr

© Tom Ziora
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung: Entwerfen: Emerging Practices, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur am Institut für Architektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Chrissie Muhr ist Architektin, Forscherin und Kuratorin in Basel. Sie ist Co-Managing Director und Artistic Director der Experimental Foundation in Berlin. Zu ihren aktuellen kuratorischen und publizistischen Projekten zählen „28 × Liveable City – A City Dialogue with Basel" im Museum Kleines Klingental; „Build of Site – Making Matter What Too Often Does Not Matter" von Pihlmann Architects für den Dänischen Pavillon der Architekturbiennale Venedig 2025; sowie „Reset Materials: Towards Sustainable Architecture" an der Copenhagen Contemporary (2023). Sie ist Gründungs- und künstlerische Direktorin der Architekturwoche Basel 2022 sowie des ersten Reuse Basel Pavillons. Muhr berät und lehrt international, u. a. an der ETH Zürich, HGK Basel, EPFL Lausanne, HEAD Genève, Aarhus School of Architecture, TU Wien, TU München, AA School London und Harvard GSD. 2025 initiierte sie das Multispecies Spaces Lab an der HGK Basel.
Das dialogische Entwurfsstudio der Gastprofessur von Chrissie Muhr in Kooperation mit Lorenzo De Chiffre fokussiert auf die Entwicklung von EMERGING PRACTICES – TRANSFORMING TOOLS: operative Instruktionen, erweiterte Protokolle und Formate, die räumliche, materielle und soziale Transformation über das einzelne Gebäude hinaus ermöglichen. Der Entwurf schafft Synergien mit dem praxisorientierten Studio der Gastprofessur des Büros Parabase und reflektiert die mehrjährige Auseinandersetzung des Instituts für Architektur und Entwerfen mit radikaler Symbiose, während es den Übergang zu einem neuen Forschungsschwerpunkt unterstützt.
Parabase: Carla Ferrando & Pablo Garrido Arnaiz

© parabase
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung: Exforma, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessuren am Institut für Architektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Parabase – Carla Ferrando und Pablo Garrido Arnaiz – widmen sich in Lehre und Praxis dem kreislauforientierten Bauen. Ihr Ansatz verbindet innovative Pädagogik mit Gestaltungsmethoden wie Wiederverwendung, Demontage, Remontage und hybriden Bautypologien. Das Duo hatte Assistenzprofessuren an der Accademia di Architettura Mendrisio und der Universität Bern (2021–2024) inne und lehrte an der Bauhaus-Universität Weimar, der Porto Academy und der ETH Zürich (2025).
In ihrer Lehrveranstaltung EXFORMA geben Carla Ferrando und Pablo Garrido Arnaiz Einblicke in Herausforderungen und regulatorische Rahmenbedingungen des Kreislaufbaus. Der Kurs erforscht kreislauforientierte Strategien in der Architektur mit Fokus auf Wiederverwendung, Umnutzung und Recycling, um Materialien zurückzugewinnen, traditionelle Produktionsweisen zu hinterfragen und Obsoleszenz entgegenzuwirken. Studierende arbeiten direkt mit Kreislaufwertschöpfungsketten und geretteten Bauteilen und entwickeln innovative Konstruktionsmethoden mithilfe von Modellen und digitalen Tools. Historische Themen werden in eine zeitgemäße, ökologisch engagierte Sprache übersetzt, während Materialökonomie, Konsum und die sozialen sowie politischen Dimensionen des Bauens neu gedacht werden. EXFORMA vermittelt zukünftigen Architekt_innen praktische Fähigkeiten und kritische Perspektiven, um ein Gestaltungsdenken zu fördern, das Gebäude als Teil größerer ökologischer und kultureller Zusammenhänge versteht. Damit leistet der Kurs einen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Architektur in Lehre und Praxis.
Stefan Rettich

© Nils Stoya
Zeitraum: 01.03.2026 – 31.08.2026
Lehrveranstaltung: Masterprojekt Raumplanung Field Trips – Transformation des Bestands, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur am future.lab, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Stefan Rettich ist Architekt und Professor für Städtebau an der Universität Kassel. Von 2011–2016 war er Professor für Theorie und Entwerfen an der Hochschule Bremen, zuvor lehrte er vier Jahre am Bauhaus Kolleg Dessau. Er ist Gründungspartner von KARO* architekten.
Schwerpunkte seiner Arbeit sind Grundfragen von Raum und Politik, Strategien der nachhaltigen Stadt- und Innenentwicklung sowie die Obsoleszenz von Gebäuden und deren Transformationspotenzial. Rettich ist u. a. Mitglied in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), der Sächsischen Akademie der Künste (SAdK), im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) sowie im IBA-Expertenrat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Er ist Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen.
In der Masterlehrveranstaltung „Field Trips #11. Die obsolete Stadt“ begleitet Stefan Rettich Studierende bei der Auseinandersetzung mit urbaner Obsoleszenz und Fragen nachhaltiger Raumentwicklung. Im Zentrum steht die Untersuchung von Gebäudetypen und Infrastrukturen, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Die Studierenden entwickeln ein eigenständiges Forschungsdesign, erarbeiten einen Antrag für ein Forschungsstipendium und führen ihre Recherchen selbstorganisiert in unterschiedlichen europäischen Städten durch. Mit seiner Expertise im Städtebau, seiner forschungsbasierten Perspektive auf Transformationsprozesse sowie seiner Erfahrung in Lehre und Praxis eröffnet Stefan Rettich neue Denk- und Handlungsräume und verbindet analytische Schärfe mit strategischem Weitblick.
Lorenz E. Riegler
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.09.2026
Lehrveranstaltungen: Baurecht, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, Bau- und Planungsrecht, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster sowie Rechtliche Grundlagen der Raumplanung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur an der Fakultät für Architektur und Raumplanung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Lorenz E. Riegler ist Rechtsanwalt mit einer Spezialisierung auf Baurecht und Öffentliches Recht in Wien, wo er seine Kanzlei allright.at führt. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit leitet Lorenz Riegler seit über 15 Jahren Lehrveranstaltungen an der TU Wien zu Bau- und Raumordnungsrecht.
Anastassia Smirnova und Alexander Sverdlov

© Smirnova/Sverdlov
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung: Green Porosity. Towards a Climate-Improving Infrastructure in Athens – design part
Gastprofessuren am Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Anastassia Smirnova und Alexander Sverdlov haben das Konzept der porösen Stadt im Rahmen ihrer akademischen Arbeit in Delft, Amsterdam und Moskau erforscht. Derzeit entwickeln sie ein Pilotprojekt in Athen, das „Green Porosity“ als klimafördernde Infrastruktur auf Blockebene implementiert und einen übertragbaren Rahmen für Strategien zur Minderung städtischer Hitze bietet, der auf andere Städte wie Wien übertragbar ist.
Studierende der TU Wien erhalten in ihrer Lehrveranstaltung Zugang zu angewandten Forschungsmethoden, internationalem Fallwissen sowie einem praxisorientierten Toolkit, das Design, Klimaanpassung und Umsetzung miteinander verbindet.
Igor Urdampilleta
Zeitraum: 01.03.2026 – 30.06.2026
Lehrveranstaltung zur Weiterentwicklung des Stadio San Siro, Mailand, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Gastprofessur am Institut für Architektur und Entwerfen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
2006 gründete Igor Urdampilleta gemeinsam mit Aitor Fuentes, Jordi Ayala Brill und Jonathan Arnabat das Architekturbüro ARQUITECTURA-G in Barcelona. Er war als Professor, Workshopleiter und Jurymitglied tätig und hielt Vorträge an internationalen Universitäten und Kulturinstitutionen. Seit 2008 ist er Herausgeber der Architekturrubrik des APARTAMENTO Magazine.
Die Arbeiten von ARQUITECTURA-G wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem EU-Preis für zeitgenössische Architektur (EUmies Awards) (2015), dem Preis der Spanischen Architektur- und Stadtplanungsbiennale (2016) und dem FAD-Preis für Architektur (2022). Die Arbeiten des Büros wurden international publiziert, etwa in AV Monografías und 2G.
Im Sommersemester 2026 bietet der Forschungsbereich Gestaltungslehre und Entwerfen ein Projekt zur Fortschreibung des San-Siro-Stadions in Mailand an. Angesichts der Abrisspläne von AC Milan und FC Internazionale wird untersucht, ob eine Weiterentwicklung des bestehenden Stadions als Alternative möglich ist.