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fuTUre fit Projekt: TU Wien Hauptgebäude – fit for future

Der Vorplatz des TU Wien-Hauptgebäudes am Karlsplatz bekommt ein neues Gesicht: Durch eine zeitgemäße Denkmalkultur und gestalterisch notwendige Eingriffe entsteht ein Ort, der Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. Teil 7 unserer 11-teiligen Serie zu den fuTUre fit-Projekten der TU Wien.

Zwei Personen in einem Archiv, bei einem hohen Regal stehend. Einer deutet auf einen Folianten, der im Regal liegt. Man sieht sowohl die beiden Personen als auch den Folianten, die Steher des grünen Regals seitlich.

© TU Wien

Paulus Ebner, Leiter des Archivs der TU Wien und Projektleiter Harald R. Stühlinger

Das Hauptgebäude der TU Wien ist ein Ort der Begegnung, der Geschichte und der gemeinsamen Identität. Doch wie kann es heute ästhetisch ansprechend und lebendig gestaltet sein und zugleich die über 200-jährige Tradition der TU Wien sichtbar machen, ohne an überholten Formen der Erinnerung festzuhalten? Hier setzt „TU Wien Hauptgebäude – fit for future“ an. Als eines der 11 großen fuTUre fit-Projekte, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster verbindet es die Verschönerung der Schauseite zum Karlsplatz mit einer neu gedachten, inklusiven Erinnerungskultur. Damit leistet das Projekt nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vergangenheit, sondern auch zur Zukunft der TU Wien, denn es stärkt das Gefühl aller Angehörigen, Teil einer gemeinsamen Universität zu sein und trägt gleichzeitig zur Umsetzung von zwei strategischen Zielen der TU Wien, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster bei: ein attraktives, leistungsförderndes Umfeld für alle zu schaffen sowie Gemeinschaft, Identifikation und Zugehörigkeit zur TU Wien zu vertiefen.

Steckbrief

Projektleitung: Harald R. Stühlinger

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Wir haben das Projekt bewusst breit in der TU Wien verankert – das entspricht auch unserer inhaltlichen Ausrichtung: Hauptbeteiligt sind der Forschungsbereich Kunstgeschichte und das Archiv der TU Wien. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung HTU, der Abteilung Gebäude und Technik (GUT), dem Gender Equality Office sowie dem Diversity Management.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an alle Angehörigen der TU Wien – Studierende genauso wie Mitarbeitende – und an die Öffentlichkeit. Denn einerseits möchten wir eine Auseinandersetzung mit Erinnerungssymbolen innerhalb der Universität anregen, die immer auch identitätsstiftend sind, andererseits wird auch für die Öffentlichkeit sichtbar, wie sich das Selbstverständnis der TU Wien verändert hat. 

Was macht Ihr Projekt besonders?

Wir gestalten das Gesicht der TU Wien zum Karlsplatz hin neu und werten die Schauseite des Hauptgebäudes sichtbar auf. Es wird schöner, die TUWi en dadurch attraktiver. Gleichzeitig bringen wir die Wertschätzung der eigenen Geschichte auf ein zeitgemäßes Niveau: Bestehende Büsten und Erinnerungselemente im gesamten Hauptgebäude der TU Wien werden kartiert, kontextualisiert und zeitgemäß präsentiert. Darüber hinaus nehmen wir auch bisher nicht beachtete Universitätsangehörige aus allen Ebenen in die Erinnerungskultur auf.

Welche Veränderungen wird es an der TU Wien bewirken?

Der Bereich vor dem Hauptgebäude und die durch weitere Denkmäler geschmückten Innenhöfe sollen das Aussehen bekommen, das seiner Bedeutung entspricht. Die beiden Grünbereiche wurden bereits auf den historischen Stand zurückgeschnitten und setzen die Denkmäler wie auch die Gestaltung durch den Architekten Max Fabiani von 1903 in Wert, und es entsteht ein modernes Selbstverständnis von Erinnerungs- und Denkmalkultur. Konkret heißt das: Verdiente Persönlichkeiten werden ins rechte Licht gerückt, und zugleich öffnen wir den Blick für Leistungen von Frauen und anderen Mitarbeitenden.

Wie ist der aktuelle Stand, welche Schritte stehen an?

Als erstes haben wir uns die Eibenhecken vorgenommen, weil sie die Sicht auf einige Büsten und Erinnerungselemente verdeckt haben (und damit auf jene Leute, deren Leistungen wir doch eigentlich würdigen möchten). Auf historische Gartenanlagen spezialisierte Grünplaner_innen haben vor Beginn der Brutzeit, Ende Februar 2026, den ersten radikalen – aber notwendigen – Schnitt durchgeführt. Die Erarbeitung und Umsetzung eines neuen Denkmalkonzeptes setzt daran an. 

Kontakt

Harald R. Stühlinger
Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
E-Mail: harald.stuehlinger@tuwien.ac.at