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Fritz-Kohlrausch-Preis für Jan Balajka

Der Fritz-Kohlrausch-Preis würdigt herausragende Leistungen in der Experimentalphysik. Preisträger 2026 ist Jan Balajka von der Oberflächenphysik-Gruppe am IAP. Er wurde für seine Untersuchungen von Isolatoroberflächen mittels Rasterkraftmikroskopie geehrt.

Kohlrausch-Preisträger Jan Balajka beim Preisvortrag

© Gareth Parkinson

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Kohlrausch-Preisträger Jan Balajka beim Preisvortrag

Fritz-Kohlrausch-Preisträger Jan Balajka im Labor

© Johannes Filzmoser

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Fritz-Kohlrausch-Preisträger Jan Balajka im Labor

Die Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG) vergibt jährlich einen Preis für eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit, abwechselnd den Ludwig-Boltzmann-Preis für theoretische Physik in den ungeraden Jahren und den Fritz-Kohlrausch-Preis für Experimentalphysik in den geraden Jahren. Viele Preisträger sind bekannte Persönlichkeiten in der Physik Österreichs; zu den Preisträgern zählt auch Nobelpreisträger Ferenc Krausz. Der Fritz-Kohlrausch-Preis 2026 ging an Jan Balajka, öffnet eine externe URL für Fortschritte in der atomar aufgelösten Rasterkraftmikroskopie sowie für die Lösung langjähriger Probleme der Oberflächenrekonstruktion verliehen (for his advances in atomically resolved noncontact atomic force microscopy and the resolution of long-standing surface reconstruction problems).

Jan Balajka studierte Technische Physik und Nanotechnologie an der Technischen Universität Brno und kam für seine Dissertation an die TU Wien. Bereits damals ließ er aufhorchen, als er jahrelange Fehlinterpretationen von Forschungsergebnissen an Titandioxid-Oberflächen aufklären konnte (Science vol. 361, p. 786, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster). Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Cornell University in den USA kam er an die TU Wien zurück, wo er sich der Untersuchung von Isolatoroberflächen mit hochauflösender Rasterkraftmikroskopie widmete. Unter anderem war er maßgeblich an der Aufklärung der Struktur der wichtigsten Aluminiumoxid-Oberfläche beteiligt; was ihm sein zweites Paper in der angesehenen Zeitschrift Science einbrachte (Science vol. 385, p 1241, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster). Unter seiner Ägide gelang auch die hochauflösende Abbildung von Silberiodid-Oberflächen, die für die Eis-Nukleation in der Atmosphäre von großer Bedeutung sind (Science Advances vol. 11, eaea2378, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster).

Gratulation zu dieser wohlverdienten Auszeichnung!