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Wenn Forschung ins Wanken gerät: Teamwork auf der Töpferscheibe

Nichts verbindet ein Team so sehr, wie gemeinsam dabei zuzusehen, wie der erste Topf vor den eigenen Augen in sich zusammenfällt

Teambuilding

© Tamara Manczalova

Letzte Woche haben wir als Team der Research Unit Mechanics and Structural Dynamics, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster im Bereich Civil and Environmental Engineering an der TU Wien die Tastaturen gegen Ton eingetauscht und einen Vormittag in einer Töpferwerkstatt in Bratislava verbracht.

Dabei haben wir festgestellt: Einen Topf zu formen ist gar nicht so anders, als eine Forschungsidee zu entwickeln. Man braucht Kraft und Fingerspitzengefühl, um das Material zu bearbeiten – aber auch das Gespür dafür, wann man besser etwas nachlässt, bevor das mühsam Aufgebaute auf der Drehscheibe ins Wanken gerät. Drückt man zu stark und zu lange, fällt alles in sich zusammen. Genauso kann es einer Hypothese, einem Entwurf oder einer noch unfertigen Idee im Labor ergehen.

Es hat einfach gutgetan, ein paar Stunden lang etwas mit den Händen zu machen und ohne Bildschirm auszukommen. Diese unmittelbare, handwerkliche Arbeit ist eine ganz eigene Art des Denkens.

Vor allem aber haben wir viel gelacht: über schiefe Schalen, zusammengefallene Zylinder und Ton, der wirklich überall war. Und ehrlich gesagt ist das auch eine ziemlich gesunde Einstellung zu unserer Forschung: lachen, daraus lernen und es noch einmal versuchen.

Wir sind dankbar für ein Team, das gemeinsam Dinge entstehen lässt – auf der Töpferscheibe genauso wie in der Forschung.