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Exkursion der TU Wien nach Berlin

ILA Talent Slam TeilnehmerInnen (links: Patrick Laggner und Dominik Skrna – beide TU Wien)

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Gruppenfoto in der Schallmesskammer von AneCom AeroTest

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Gruppenfoto bei der ILA Berlin

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Gruppenfoto bei der Firma Rolls-Royce

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Vom 11. bis 13. Juni 2026 führte eine gemeinsame Exkursion des Instituts für Leichtbau und Struktur-Biomechanik sowie der Forschungsgruppe Luftfahrzeugsysteme nach Berlin. Die 20 teilnehmenden Studierenden hatten bereits Lehrveranstaltungen in den Bereichen Leichtbau/Composites sowie Luftfahrzeugentwurf beziehungsweise Luftfahrzeugsystemtechnik absolviert und konnten ihr theoretisches Wissen nun durch praktische Einblicke ergänzen. Auf dem Programm standen Besuche renommierter, international erfolgreicher Unternehmen, bei denen die Studierenden interessante Einblicke in moderne Produktionsprozesse sowie Versuchsanlagen und vielfältige Berufsfelder der Luftfahrtbranche erhielten. Ein besonderes Highlight der Exkursion war der Besuch der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Dort bot sich die Gelegenheit, zahlreiche Luftfahrzeuge aus nächster Nähe zu erleben und aktuelle Entwicklungen der Luft- und Raumfahrtindustrie kennenzulernen.

Die erste Station der Exkursion führte die Studierenden zu Rolls-Royce Deutschland, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster nach Dahlewitz. Bei einem weltweit führenden Hersteller von Antriebs- und Energiesystemen erhielten sie spannende Einblicke in die Entwicklung, Fertigung und Montage moderner Flugzeugtriebwerke. Neben der interaktiven Betrachtung eines digitalen Triebwerksmodells in einer VR-Cave wurden auch die umfangreichen Testverfahren im Mechanical Test Operations Centre (MTOC) vorgestellt. Dort werden unter anderem Material- und Vibrationsversuche sowie sicherheitsrelevante Tests wie Blattabwurf- und Vogelschlagversuche durchgeführt, um die Zuverlässigkeit der Triebwerke unter realistischen Betriebsbedingungen sicherzustellen.

Am Nachmittag stand ein Besuch bei AneCom AeroTest, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster in Wildau auf dem Programm. Die am Vormittag kennengelernten komplexen Luftfahrtantriebe werden hier in hochspezialisierten Prüfständen umfassend untersucht. Insbesondere die Prüfstände für Mittel- und Hochdruckverdichter verdeutlichten die Bedeutung detaillierter Komponententests sowie der dafür erforderlichen hochauflösenden Messtechnik. Diese ermöglicht eine präzise Analyse der Leistungsfähigkeit einzelner Verdichterstufen und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung moderner Triebwerke. Darüber hinaus erhielten die Studierenden in Europas größter Schallmesskammer Einblicke in die experimentelle Validierung von Flugzeugtriebwerken hinsichtlich verschiedener Lärmquellen und deren Auswirkungen.

Der zweite Exkursionstag stand ganz im Zeichen der ILA Berlin, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster. Deutschlands größte Luft- und Raumfahrtmesse bot mit mehr als 750 Ausstellern, einem umfangreichen Flugprogramm und rund 100 ausgestellten Luftfahrzeugen am Vorfeld einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen der Branche. Besonders wertvoll war für die Studierenden der Besuch des ILA Talent Hubs, der den direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern führender Luft- und Raumfahrtunternehmen ermöglichte. Dabei konnten sie nicht nur Kontakte knüpfen, sondern auch Einblicke in innovative Technologien und zukünftige Entwicklungen der Luftfahrt gewinnen. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme zweier Studierender der TU Wien am Talent Slam, bei dem sie ihre Forschungsarbeiten im Rahmen der jeweiligen Diplomarbeit bzw. Dissertation einem fachkundigen Publikum präsentieren konnten.

 

 

Die Exkursion bot den Studierenden der TU Wien die Möglichkeit, theoretische Inhalte aus ihrem Studium in einem realen industriellen Umfeld wiederzufinden und deren praktische Anwendung kennenzulernen. Insbesondere in den Bereichen Leichtbau/Composites und Luftfahrzeugsysteme konnten wertvolle Einblicke in aktuelle Technologien und Entwicklungsprozesse gewonnen werden. Darüber hinaus wurde die zentrale Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Luftfahrtindustrie deutlich. Von der Entwicklung innovativer Konzepte über die Fertigung und Montage komplexer Systeme bis hin zu deren Qualitätssicherung und Erprobung an hochmodernen Prüfständen erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgabenfelder der Branche.

Die im Rahmen der Exkursion gewonnenen Eindrücke ergänzen die theoretischen Grundlagen, die künftig auch im neuen englischsprachigen Masterstudiengang Aeronautical Engineering vermittelt werden. Dieser wird ab dem Wintersemester 2026 an der TU Wien angeboten und eröffnet Studierenden die Möglichkeit, sich gezielt auf anspruchsvolle Tätigkeiten in der internationalen Luftfahrtindustrie vorzubereiten.

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an aircraft.systems@tuwien.ac.at.