Vom 14. bis 17. September trafen sich Ethical Hacker aus ganz Österreich in Linz zum Finale der Austria Cyber Security Challenge 2026, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (ACSC). Die ACSC findet einmal jährlich statt und wird vom gemeinnützigen Verein Cyber Security Austria, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster und dem Cybersecurity Center CySec, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster an der TU Wien organisiert. Die Veranstaltung brachte die besten Teilnehmer_innen aus den Qualifikationsrunden zusammen, um Capture-The-Flag-Herausforderungen (CTF) zu lösen. Die Teilnehmer_innen traten in zwei Altersgruppen und einer offenen Kategorie gegeneinander an: 14- bis 20-Jährige (Juniors), 21- bis 25-Jährige (Seniors) sowie eine Open Class für alle, die sich für Ethical Hacking interessieren, unabhängig von Alter oder Bildungshintergrund.
Die Qualifikationsphase fand in zwei Durchgängen statt und bot selbst für erfahrene ACSC-Veteran_innen neue Herausforderungen. Mehrere Aufgaben wurden in Zusammenarbeit mit den Organisatoren der deutschen und schweizerischen Cyber Security Challenges entwickelt, was die Messlatte noch höher legte. Während der Qualifikationsrunden traten die Teilnehmer_innen einzeln gegeneinander an. Die 21 besten Juniors und Seniors sowie die 20 besten Teilnehmer_innen der Open Class zogen ins Finale ein, wo sie innerhalb ihrer jeweiligen Kategorien eigene Teams bilden konnten.
In den vergangenen Jahren nahmen die Teilnehmer_innen an Aufgaben im Stil der Quizshow „Jeopardy“ teil und sammelten für jede gelöste Aufgabe Punkte. Beim diesjährigen Finale war das Format anders. Acht Stunden lang traten die Teams in einer attack-and-defense challenge gegeneinander an: Sie mussten dieselben Sicherheitslücken in ihren eigenen Systemen aufspüren und beheben und gleichzeitig versuchen, Schwachstellen in den Systemen der anderen Teams auszunutzen. Der Erfolg hing nicht nur vom technischen Fachwissen jedes einzelnen Teilnehmers/jeder einzelnen Teilnehmerin ab, sondern auch von einer effektiven Teamorganisation und Zusammenarbeit sowie der Fähigkeit, sich schnell anzupassen und unter Druck Leistung zu erbringen – Fähigkeiten, auf die IT-Sicherheitsexpert_innen täglich zurückgreifen, um auf Cyberbedrohungen zu reagieren.
Ein weiteres Highlight und eine Neuheit der Veranstaltung war ein „Live-CTF“-Wettbewerb. Zehn Spieler_innen (jeweils einer aus jedem Finalistenteam) traten in einer 30-minütigen Herausforderung gegeneinander an und kämpften individuell um Punkte, die für die Gesamtwertung ihres Teams zählten. Je schneller sie die Aufgabe lösten, desto mehr Punkte erhielten sie. In drei Runden ermöglichten Live-Kommentare und Live-Streams der Bildschirme der Teilnehmer_innen dem Publikum einen Echtzeit-Einblick in das Geschehen. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer_innen in diesem Jahr an einer von Siemens gesponserten Hardware-Challenge teilnehmen, bei der sie eine Reihe von Aufgaben lösen und „Flags“ einreichen konnten, um Punkte zu sammeln.
Die Bedeutung einer Plattform für Ethical Hacker aller Altersgruppen und Hintergründe, auf der sie ihre Grenzen ausloten, Erfahrungen sammeln und sich mit Gleichgesinnten vernetzen können, hob auch Marco Squarcina, Teil des Organisationsteams und Assistenzprofessor am Institut für Informatik der TU Wienwird auch von Marco Squarcina hervor: „ACSC ist die wichtigste Initiative in Österreich zur Förderung junger Talente im Bereich Cybersecurity. Die Teilnehmer_innen erwerben und entwickeln Fähigkeiten, die in der Praxis sofort anwendbar sind, und tragen so dazu bei, die Qualifikationslücke im Bereich Cybersecurity zu schließen und die allgemeine Sicherheit unserer digitalen Gesellschaft zu verbessern. Durch die Förderung des Ethical Hackenings trägt das ACSC zudem dazu bei, die Teilnehmer_innen davon abzuhalten, ihre Fähigkeiten für böswillige Zwecke einzusetzen, und leitet sie dazu an, ihr Wissen verantwortungsbewusst anzuwenden. Das Cybersecurity Center an der TU Wien setzt sich voll und ganz dafür ein, die Reichweite und Wirkung des ACSC zu vergrößern und engere Verbindungen zwischen österreichischen Hochschulen, Unternehmen und dem öffentlichen Sektor zu schaffen.“
Unser Dank gilt allen Organisator_innen und Unterstützer_innen des ACSC, und wir möchten uns ganz besonders bei allen bedanken, die das ACSC hinter den Kulissen unterstützt haben!
Wir gratulieren den Gewinner_innen des ACSC 2026:
Juniors
- Joachim Eder
- Tim Pichler
- Max Sitter
- Konrad Fidler
- Simon Rechberger
- Alexander Sauberer
- Tobias Kendlbacher
Seniors
- Christoph Tantscher
- Katia Eder
- Benjamin Oberdorfer
- Maximilian Felix Richmond
- Wiltschko
- Nikolaus Haider
- Darius Pavelescu
- Jannik Schager
Open Class
- Markus Müllner
- Arthur Deierlein
- Jonas Heschl
- Maybrit Victoria Schröder
- Dominik Apel
Über ACSC
Die Austria Cyber Security Challenge (ACSC) ist eine Ethical-Hacking-Initiative, bei der Menschen aus ganz Österreich ihr Know-how in zwei Altersgruppen und einer offenen Kategorie unter Beweis stellen. Doch es geht nicht nur um die Wettbewerbe: Die jungen Hacker_innen finden untereinander Gleichgesinnte und Gleichaltrige und knüpfen Kontakte zu Mentor_innen, Trainer_innen und potenziellen Arbeitgeber_innen.
