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Die TU Wien beim Physik-Turnier in Oklahoma

Zehn Studierende der TU Wien bilden das „Team Austria“ beim International Physicists' Tournament in den USA.

Mehrere Studierende sitzen um einen Tisch und diskutieren

© TU Wien

Das Team Austria bei den Vorbereitungen

Wenn man Reis kocht, ohne umzurühren, dann bildet sich an der Oberfläche ein interessantes Muster aus Löchern, an denen sich keine Reiskörner befinden. Wie lässt sich das physikalisch erklären? Und wie kann man die Datenübertragung mit einem Telefon aus Dosen und Schnüren physikalisch charakterisieren? Kann man damit auch ein Gruppengespräch mit mehreren Personen führen?

Um diese und viele andere Fragen wird es nächste Woche beim „International Physicists‘ Tournament“ (IPT) in Oklahoma gehen, wenn sich junge Physiker_innen aus der ganzen Welt treffen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Das österreichische Team setzt sich aus Studierenden der TU Wien zusammen, gecoacht wird es von Alberto Rolandi vom Atominstitut, zusammen mit Daniel Grumiller, Mario Brameshuber und Erwin Jericha.

Bekannte Fragen, komplizierte Physik

Die Physik-Aufgaben, um die es beim Wettbewerb geht, sind bereits seit über acht Monaten bekannt. „Es sind ungewöhnliche, herausfordernde Fragen, für die man schon einiges an Physik-Wissen braucht“, sagt Alberto Rolandi. Die Fragen haben keine simple Antwort, die man irgendwo nachschlagen kann. Es sind offene Fragen, die zum kreativen Forschen und Hypothesenbilden animieren. Die Studierenden hatten Zeit, Experimente zu entwickeln, Daten zu messen und Berechnungen durchzuführen. Mit diesem Wissen im Gepäck reist das Team Austria nun am Sonntag in die USA.

Der Wettbewerb ist dem akademischen Peer-Review nachempfunden: Die einzelnen Teams werden in Oklahoma ihre Ergebnisse und Thesen präsentieren, ein anderes Team hat dann jeweils die Aufgabe, kritische Fragen zu stellen und die Arbeit des anderen Teams zu hinterfragen. Schließlich lebt Wissenschaft immer vom kritischen Austausch. Sowohl für gute eigenständige Arbeit als auch für konstruktives Kritisieren gibt es Punkte – sie werden von einer Jury professioneller Physiker_innen vergeben.

Zum zweiten Mal dabei

Für die TU Wien ist es die zweite Teilnahme beim IPT. „Einige aus dem Team waren auch letztes Jahr schon dabei, das ist natürlich ein großer Vorteil – man hat dann schon ein Gefühl dafür, worauf es beim Wettbewerb ankommt, und wie man sich am besten präsentiert“, sagt Alberto Rolandi.

Insgesamt werden in Oklahoma 21 Teams aufeinandertreffen. Wer IPT-Sieger 2026 ist, steht Ende nächster Woche fest. Was heute schon feststeht, ist, dass die Teilnehmenden seit Monaten wertvolle Erfahrung in praktischer Forschungsarbeit sammeln konnten – und nun in Oklahoma die wichtige Fähigkeit üben können, präzise zu argumentieren und physikalische Erkenntnisse überzeugend zu präsentieren.