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Be excellent to each other – klares Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Belästigung

Mit der Kampagne „Be excellent to each other“ stärkt das Gender Equality Office unter der Leitung von Dinah Gaffal den Kulturwandel an der TU Wien. Die Initiative baut auf bestehenden Maßnahmen auf und führt sie konsequent weiter.

Mit Menschen gefüllter Raum, die auf Stühlen sitzen und auf eine Bühne blicken

© Andrea Metzler

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Großes Interesse an der Veranstaltung „Wie umgehen mit sexueller Belästigung im Hochschulkontext?“

Sechs Personen sitzen in Sesseln auf einer Bühne und diskutieren miteinander.

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Am Podium (von links): Wolfgang Gerlich, Jasmin Gründling-Riener, Karin Tausz, Yara Hofbauer, Ana Brandl, Erich Lehner

Sechs Personen auf Sesseln auf einer Bühne diskutieren miteinander.

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Podiumsdiskussion bei der Veranstaltung „Wie umgehen mit sexueller Belästigung im Hochschulkontext?“

Laptop mit geöffneter PowerPoint Präsentation, auf der steht: Be excellent to each other! Danke für Ihr Kommen!

© „Wie umgehen mit sexueller Belästigung im Hochschulkontext?“

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Die TU Wien bekräftigt mit der Kampagne Be excellent to each otherihr klares Bekenntnis zu einem respektvollen, fairen und gewaltfreien Arbeits- und Studienumfeld. Federführend entwickelt und umgesetzt wurde die Initiative vom Gender Equality Office unter der Leitung von Dinah Gaffal. Die Kampagne ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer langfristigen Entwicklung: Sie unterstützt bestehende Aktivitäten, baut diese aus und führt sie in die Zukunft.

Kulturwandel durch klare Haltung

„Wir wollen an der TU Wien Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich alle Universitätsangehörigen sicher, respektiert und ernst genommen fühlen“, sagt Dinah Gaffal, Leiterin des Gender Equality Office. „Dafür braucht es klare Haltung, sichtbare Strukturen und das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein der gesamten Universität.“

Sexuelle Belästigung und geschlechterbasierte Gewalt sind keine Randthemen. Sie betreffen die gesamte Organisationskultur. Im Hochschulkontext treffen Hierarchien, Abhängigkeiten und hoher Leistungsdruck aufeinander. Genau deshalb braucht es klare Orientierung, verlässliche Anlaufstellen und eine konsequente Haltung gegen Grenzverletzungen. Das Rektorat der TU Wien setzt hier bewusst nicht nur auf gesetzliche Mindeststandards, sondern auf ein Selbstverständnis, das darüber hinausgeht und bestmögliche, faire und gewaltfreie Bedingungen für alle schafft.

Die Kampagne umfasst mehrere Bausteine. Dazu zählen Sensibilisierung, Informationen zu Unterstützungsangeboten, Schulungen, klar kommunizierte Meldewege und die enge Zusammenarbeit mit relevanten TUW-Bereichen. Das Gender Equality Office spielt dabei eine zentrale Rolle in der organisatorischen Einbettung und Koordination. Zugleich ist die Initiative eine vom Rektorat vorangetriebene TUW-weite Anstrengung. Kulturwandel kann nur gelingen, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht.

„Wie umgehen mit sexueller Belästigung im Hochschulkontext?“

Ein zentraler Bestandteil der Kampagne war die Veranstaltung „Wie umgehen mit sexueller Belästigung im Hochschulkontext?“ am 22. April 2026 im Kuppelsaal der TU Wien, die auf großes Interesse stieß und Raum für Austausch, Reflexion und klare Positionierung bot. Rund 150 Teilnehmende brachten sich aktiv mit Fragen und Diskussionsbeiträgen ein. Die Veranstaltung unterstrich die Relevanz des Themas bis auf höchste Ebenen – begrüßt wurden die Gäste von Rektor Jens Schneider und Barbara Weitgruber vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Deutlich wurde dabei: Sexuelle Belästigung ist kein individuelles Problem, sondern eine strukturelle Herausforderung, die eng mit den Rahmenbedingungen des Wissenschaftsbetriebs verknüpft ist. Hierarchien, befristete Beschäftigungsverhältnisse und hoher Leistungsdruck können Machtgefälle verstärken und problematische Dynamiken begünstigen.

Keine Inseln der Vernunft

In ihrer Keynote betonte Barbara Blaha, dass Universitäten keine „Inseln der Vernunft“ sind und dass ein Klima, in dem Menschen sich zurückziehen, verstummen oder den Wissenschaftsbetrieb verlassen, der Qualität von Forschung und Lehre schadet. Dieses Klima sendet betroffenen Personen langfristig das Signal, nicht dazuzugehören – mit weitreichenden Folgen für individuelle Karrieren und die Diversität im Wissenschaftssystem. Als zentrale Handlungsfelder benannte Blaha klare Definitionen von Fehlverhalten, niederschwellige und unabhängige Anlaufstellen sowie eine Führungskultur, die Verantwortung für ein respektvolles Arbeits- und Lernumfeld übernimmt.

Die Podiumsdiskussion mit Yara Hofbauer (Rechtsanwältin, Spezialistin Diskriminierungsschutz, Co-Gründerin upright), Ana Brandl (Gender Equality Officer CEU, Leiterin GenderSAFE-Projekt), Erich Lehner (Psychotherapeut, Vorstand DMÖ), Jasmin Gründling-Riener (Vizerektorin Lehre TU Wien) und Karin Tausz (Geschäftsführerin FFG) unterstrich die Vielschichtigkeit des Themas. Betont wurden insbesondere die Bedeutung klarer Zuständigkeiten, schneller und transparenter Verfahren sowie die Notwendigkeit, institutionelle Verantwortung konsequent wahrzunehmen. Ebenso wurde hervorgehoben, dass ein Kulturwandel nur gelingen kann, wenn alle Teile der Organisation sich einbringen – insbesondere auch Männer in männerdominierten Bereichen.

Gemeinsame Verantwortung für Kulturwandel

Einigkeit bestand darüber, dass exzellente Forschung untrennbar mit einer respektvollen und sicheren Arbeitskultur verbunden ist. Nur in einem Umfeld, in dem sich alle Beteiligten frei äußern können und gleiche Chancen haben, kann nachhaltige Innovation entstehen. Die große Resonanz auf die Veranstaltung verdeutlicht die hohe Relevanz des Themas. Gleichzeitig zeigt sich, dass der angestrebte Kulturwandel ein langfristiger Prozess ist. Neben institutionellen Maßnahmen sind auch individuelle Beiträge entscheidend: Zivilcourage, das Ansprechen von Grenzüberschreitungen und die Unterstützung Betroffener gelten als zentrale Elemente.

Nächster Schritt: Videokampagne

Ein weiterer Schritt ist die begleitende Videokampagne, in der sich Entscheidungsträger_innen der TU Wien öffentlich zu Themen wie Sexismus und sexueller Belästigung positionieren. Ziel ist es, klare Haltung zu zeigen und ein gemeinsames Verständnis für respektvolles Verhalten zu stärken. Die Kampagne „Be excellent to each other“ ist damit Teil eines umfassenden und langfristig angelegten Prozesses. Sie soll dazu beitragen, ein inklusives, sicheres und wertschätzendes Umfeld für alle Universitätsangehörigen zu schaffen. 

fuTUre fit – harassment-free

Die Kampagne leitet sich aus der fuTUre fit Strategie der TU Wien ab. Respekt, Inklusion, Sicherheit, wissenschaftliche Integrität und die Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Universität sind darin als zentrale Leitlinien verankert. Die TU Wien versteht sich damit nicht nur als Ort exzellenter Forschung und Lehre, sondern auch als gestaltende Kraft, die Verantwortung übernimmt und soziale, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitprägt.

Als Ausblick kann festgehalten werden, dass die TU Wien den eingeschlagenen Weg mit Konsequenz weitergeht: Sensibilisierung, Schulungen und gut erreichbare Anlaufstellen werden laufend ausgebaut, um Betroffene bestmöglich zu schützen und ein inklusives, respektvolles Arbeits- und Studienumfeld zu stärken. Die Kampagne ist ein ein klares Signal dafür, wofür die TU Wien steht und was sie nicht toleriert: Kein Platz für (sexuelle) Gewalt! Be excellent to each other!

 

Artikel zur Kampagne von Dinah Gaffal: Kampagne: Be excellent to each other | TU Wien

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Sexuelle Belästigung geht uns alle an | #be_excellent_to_each_other