Im Mai lenken mehrere internationale Aktionstage den Blick auf gesellschaftliche Themen, die auch den Arbeitsalltag der Menschen betreffen: der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5., der Tag der Pflege am 12. und der Internationale Tag der Familie am 15. Mai. Die TU Wien versteht sich nicht nur als Ort der Forschung und Lehre, sondern als Gemeinschaft, die ihre Angehörigen aktiv dabei unterstützt, diese verschiedenen Lebensbereiche miteinander in Einklang zu bringen. Das hat sie auch als ihr erstes strategisches Ziel formuliert: ein attraktives und leistungsförderndes Umfeld für alle TUW-Angehörigen zu schaffen und eine Kultur, in der Forschende, Studierende und Mitarbeitende nicht nur gefordert, sondern auch wertgeschätzt werden. TUW-Rektor Jens Schneider ordnet auch Vereinbarkeit in diesen Zusammenhang ein:
„Vereinbarkeit und Resilienz sind keine Randthemen – sie sind zentral für unseren Erfolg. Damit meine ich: Menschen an der TU Wien sollen Karriere mit Familie und persönlichen Zielen vereinbaren können. Menschen mit ganz verschiedenen Lebensentwürfen sollen ihre Potenziale entfalten können. Das hat zwei Seiten: Die TU Wien trägt Verantwortung, ihre Prozesse und Strukturen so zu gestalten, dass solche Vereinbarkeit möglich ist. Und wir alle brauchen die Fähigkeit, mit Belastung umzugehen.“
Mehr als privates Jonglieren: Eine strukturelle Aufgabe
Viele empfinden Überforderung als persönliches Scheitern oder als Frage mangelnder Organisation. Oft sind aber Rollenkonflikte das Problem. Vereinbarkeit gelingt, wenn berufliche Tätigkeit und Fürsorge für sich selbst oder Familienmitglieder so abgestimmt werden, dass weder die Arbeitsleistung dauerhaft leidet noch die eigene oder die Gesundheit anderer gefährdet wird. Dafür braucht es aber eine verlässliche und unterstützende Infrastruktur. Hier setzen Vizerektorin Personal Ute Koch und ihr Team an, das daran arbeitet, das strategische Ziel in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.
Vereinbarkeit und Inklusion
Die TU Wien steht daher ihren Mitarbeitenden mit vielerlei Maßnahmen zur Seite, etwa mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Pflegefreistellungen und gezielten Beratungsangeboten. Aktuell, vom 11. – 13. Mai, steht die „Woche der Vereinbarkeit“ für Mitarbeitende und Studierende an, die Vorträge und Workshops zu Themen wie Sucht bei Kindern und Jugendlichen, Demenz oder Resilienz anbietet. Austausch und Vernetzung kommen dabei nicht zu kurz.
Das Engagement der TU Wien ist aber nicht auf den Mai begrenzt: Zusätzliche Angebote wie das Bedarfscoaching, die Pflege-Mittagsinfos oder die Veranstaltungsreihe „CAREseiten zeigen“ bieten das ganze Jahr über niederschwellige Unterstützung im Arbeitsalltag.
Zudem geht der Tag der Inklusion nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr am 3. Dezember 2026 – save the date – mit Expert_innen-Inputs in die nächste Runde. Vizerektorin Ute Koch ermuntert jedenfalls TU-Angehörige, diese Angebote aktiv zu nutzen, denn „sie sind wesentlich für unsere gemeinsame Arbeit und eine nachhaltige Universitätskultur“, so die Vizerektorin.
Links
- Woche der Vereinbarkeit (Link) – Details und Anmeldung (für TU-Angehörige)
- Vortragsreihe „CAREseiten zeigen“ (Link) – für Mitarbeitende und Studierende der Netzwerk-Universitäten
- Bedarfscoaching für Studierende und Mitarbeitende der TU Wien
