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Große Freude über Auszeichnungen für TUW-Studierende

Diplomarbeitspreise und Dissertationspreise der Stadt Wien vergeben

Gruppenfoto

© TU Wien/Matthias Heisler

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Die Preisträger_innen der Diplomarbeits- und Dissertationspreise der Stadt Wien.

Begrüßung Vizerektorin: Frau in blauem Kleid und Brille

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Vizerektorin Jasmin Gründling-Riener bei der Begrüßung.

Frau in schwarz

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Katharina Meissner-Schöller, Bereichsleitung für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort, Magistratsdirektion der Stadt Wien

zwei Frauen und ein Mann, Mann in der Mitte mit Urkunde in der Hand

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Jasmin Gründling-Riener, Lukas Wind und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Personen stehend, Mann in der Mitte mit Urkunde

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Jasmin Gründling-Riener, Matthias Reitner und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Frauen, Person in der Mitte hält Urkunde

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Jasmin Gründling-Riener, Clara Wiederschwinger-Fischer und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Personen stehend, Person in der Mitte hält Urkunde in der Hand

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Jasmin Gründling-Riener, Alexander Beiser und Katharina Meissner-Schöller (von links)

zwei Frauen und ein Mann stehend, Mann in der Mitte mit Urkunde in der Hand

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Jasmin Gründling-Riener, Lukas Seeliger und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Personen stehend, Blick zur Kamera, mittlere Person mit Urkunde

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Jasmin Gründling-Riener, Alexander Brenter und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Frauen stehend, mittler Frau hält Urkunde

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Jasmin Gründling-Riener, Marlene Grabner und Katharina Meissner-Schöller (von links)

drei Personen stehend, Mann in der Mitte mit Urkunde in der Hand

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Jasmin Gründling-Riener, Christoph Spiess und Katharina Meissner-Schöller (von links)

Screen mit Text und Bild rechts oben in der Ecke

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Julius Tesarek war mittels Video bei der Verleihung zugeschalten

Am 28. Jänner 2026 überreichten Jasmin Gründling-Riener, Vizerektorin Lehre an der TU Wien, und Katharina Meissner-Schöller, Bereichsleitung für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort der Magistratsdirektion der Stadt Wien, die Diplomarbeitspreise 2025 und die Dissertationspreise 2025 der Stadt Wien. In ihrer Begrüßung lobte die Vizerektorin die herausragende Leistung der Studierenden und die hohe Qualität der Lehre an der TU Wien. Beide Preise werden im Rahmen eines feierlichen Aktes einmal jährlich für herausragende Diplomarbeiten und Dissertationen vergeben. Musikalisch wurde der Festakt vom TU-Orchester untermalt.

Mit dem Dissertationspreis wurden folgende vier TUW-Studierenden ausgezeichnet:

Lukas Wind
Fakultät: Elektrotechnik und Informationstechnik
Dissertation:Si to SiGe Heterostructure Transistors for Reconfigurable Circuits and Functionality Enhancement via Ferroelectric Gating
Betreuer: Walter Michael Weber
Inhalt: Ziel der Arbeit ist die Entwicklung dynamisch rekonfigurierbarer Transistoren (RFETs) für adaptive Schaltungen als alternatives Konzept für ressourcen-effizienteres Computing abseits der traditionellen Hardwareskalierung. Zur Fertigung dieser Transistoren wird hier eine neuartige, thermisch induzierten Austauschreaktion von Al und Si/Ge Nanostrukturen untersucht, die abrupte, einkristalline Al-Si/Ge Schottky-Übergänge mit symmetrischen Injektionseigenschaften von Elektronen und Löchern formt, ideal für die Realisierung von RFETs mit symmetrischen Betriebsmodi. Weiters wird auch eine ferroelektrischen Speicherschicht in den RFET integriert, die eine nicht-flüchtlige Programmierung des Betriebszustandes ermöglicht, vielversprechend für „Logic-in-Memory“-Hardware und neuromorphe Computerparadigmen.

Matthias Reitner
Fakultät: Technische Physik
Dissertation:Many-Electron Physics Beyond the Skeleton Series
Betreuer: Alessandro Toschi
Inhalt: Die Doktorarbeit führt zu einem tieferen Verständnis der physikalischen Phänomene, welche in quantenmechanischen Materialien mit stark wechselwirkenden Elektronen auftreten. Solche Materialien besitzen ungewöhnliche magnetische und elektrische Eigenschaften, welche ein großes Potenzial für die nachhaltigen und energieeffizienten Technologien der Zukunft bieten.

Laura Kronlachner
Fakultät: Technische Chemie
Dissertation:Advanced characterization of engineered materials using laser ablation in combination with dedicated detection methods
Betreuer: Andreas Limbeck, Egon-Erwin Rosenberg
Inhalt: Die Arbeit entwickelt neue Analysemethoden zur gleichzeitigen molekularen und elementaren Charakterisierung von polymeren Materialien sowie Mikro- und Nanopartikeln. Mithilfe von Laserablation und Massenspektrometrie werden räumlich aufgelöste Analysen und eine verbesserte Kalibration ohne Referenzmaterialien ermöglicht.

Laura Kronlachner konnte bei der Verleihung nicht persönlich anwesend sein, da sie bereits eine neue Anstellung in der Schweiz innehat.

Clara Wiederschwinger-Fischer
Fakultät: Maschinenwesen und Betriebswissenschaften
Dissertation: Simulationsbasierte Sicherheitsbewertung leistungs- und kraftbegrenzter
Betreuer: Sebastian Schlund
Inhalt: Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ist eine der vielversprechendsten agilen Produktionstechnologien und ist als Trend der roboterunterstützten Produktion seit mehreren Jahren in der Industrie etabliert. In der Praxis wird die direkte, schutzzaunlose Interaktion zwischen Menschen und Robotern jedoch durch Anforderungen an Sicherheit und Effizienz gehemmt. Die Dissertation untersucht die simulationsbasierte Sicherheitsevaluierung leistungs- und kraftbegrenzter MRK und stellt eine (teil-)automatisierte Überprüfung biomechanischer Grenzwerte vor. Im Fokus stehen die Analyse der Evaluierungsschritte, empirische Untersuchung von Einflussfaktoren bei potenziellen Kontakten zwischen Mensch und Roboter sowie die Berechnung virtueller und physischer Kontaktwerte. Die Ergebnisse ermöglichen eine effizientere Evaluierung und mehr Transparenz bei der Sicherheit von MRK. Die Dissertation entstand unter der Betreuung von Univ.-Prof. Sebastian Schlund als Teil des #SafeSecLabs, eines Doktoratskollegs von TÜV Austria und TU Wien zur praxisorientierten Integration von Safety und Security in der Industrie.

Mit dem Diplomarbeitspreis wurden folgende sechs TUW-Studierenden ausgezeichnet:

Alexander Beiser
Fakultät: Informatik
Diplomarbeit:Novel techniques for circumventing the ASP Bottleneck
Betreuer: Stefan Woltran, Markus Hecher
Inhalt: Ein wiederkehrendes Phänomen in der Informatik ist das Problem der Skalierung. So ist es beispielsweise relativ einfach, in einem sozialen Netzwerk mit 1.000 Personen Freundesgruppen zu identifizieren; in einem Netzwerk mit 1.000.000.000 Personen ist dies hingegen deutlich schwieriger - bis hin zur praktischen Unmöglichkeit. Dieses Skalierungsproblem betrifft auch die sogenannte symbolische Künstliche Intelligenz (KI). Im Answer-Set-Programming (ASP) zeigt sich dieses Phänomen im sogenannten Grounding-Bottleneck: Beim Grounding wächst die Größe des instanziierten Programms exponentiell.
Diese Diplomarbeit entschärft dieses Problem im ASP durch vier Innovationen, die theoretisch fundiert und empirisch validiert sind. Ausgehend von der Komplexitätstheorie wurden neue mathematische Formalismen entwickelt, anschließend in einem Prototyp implementiert und durch Laufzeitexperimente empirisch validiert. Diese Innovationen bilden den Kern von drei peer-reviewten Publikationen.

Lukas Seeliger
Fakultät: Bau- und Umweltingenieurwesen
Diplomarbeit: Zugspannungen in einer Betonfahrbahnplatte unter zentraler Fallgewichts-Deflektometer-Belastung, als Funktion der thermischen Aufwölbung, und ihre Vorhersage aus dem Oberflächentemperaturverlauf: Feldversuche und Strukturanalyse
Betreuer_in: Bernhard Pichler, Sophie Schmid
Inhalt: Fallgewichtsdeflektometer (FWD) Versuche sind eine weit verbreitete Prüfmethode zur zerstörungsfreien Zustandserfassung von Betonfahrbahnen. Bei einem zentralen FWD-Versuch wird ein Fallgewicht mittig auf die Betonfahrbahnplatte fallen gelassen. Die dabei entstehenden Plattenverformungen werden an mehreren Positionen gemessen. Versuche, die mit der gleichen FWD-Last auf derselben Betonplatte, aber zu unterschiedlichen Tageszeiten durchgeführt wurden, lieferten unterschiedlich große Verformungen. Diese Unterschiede werden auf die unterschiedlichen tageszeitabhängigen Temperaturprofile innerhalb der Betonplatte zurückgeführt. Ein ungleichmäßiger Temperaturverlauf über die Plattendicke führt zur thermischen Aufwölbung bzw. Aufschüsselung der Platte. Es konnte gezeigt werden, dass sowohl die gemessenen FWD-Verformungen als auch die Zugspannungen infolge des FWD-Versuchs mit dem thermischen Aufwölbungszustand der Betonplatte korrelieren.

Bernd Alexander Brenter
Fakultät: Maschinenwesen und Betriebswissenschaften
Diplomarbeit:Evaluating the impact of human-to-robot communication channels on human-robot task takeovers
Betreuer: Sebastian Schlund
Inhalt: Kollaborative Robotik beschäftigt sich mit der direkten Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern. Diese Arbeit untersucht sogenannte „Task Takeovers – Situationen“, in denen ein Mensch einen Roboter kurzfristig unterbricht und dessen Aufgabe übernimmt. Im Fokus steht dabei, wie unterschiedliche Kommunikationskanäle zwischen Mensch und Roboter die Teamdynamik, etwa wahrgenommene Intelligenz, Vertrauen oder Natürlichkeit der Interaktion, beeinflussen. Die Ergebnisse liefern Gestaltungsansätze für intuitive, robuste und alltagstaugliche Mensch-Roboter-Kommunikation.

Marlene Grabner
Fakultät: Technische Chemie
Diplomarbeit:Exploring disease-gene interactions with a multiplex heterogeneous network model
Betreuer: Andreas Farnleitner, Jörg Menche
Inhalt: Die Netzwerkmedizin liefert neue Ansätze, um biologische Komplexität zu entschlüsseln. Diese Arbeit nutzt multiplex-heterogene Netzwerke, um Krankheitsbeziehungen zu modellieren und relevante Gene präziser vorherzusagen als isolierte Modelle.

Christoph Spiess
Fakultät: Technische Mathematik
Diplomarbeit:Omega-categorical sandwiches for promise constraint satisfaction problems
Betreuer: Michael Pinsker
Inhalt:Constraint Satisfaction Problems (CSPs) bilden eine Klasse von Berechnungsproblemen, die bekannte Beispiele wie Sudoku oder das Dreifarbenproblem umfasst. Durch die zusätzliche Möglichkeit, Bedingungen an die Eingaben zu stellen, gelangt man zur allgemeineren Klasse der Promise CSPs (PCSPs). Diese Arbeit untersucht, in welchem Ausmaß effiziente Algorithmen für CSPs auf PCSPs übertragbar sind, Insbesondere wie Algorithmen für CSPs mit unendlichen Templates zur Lösung von PCSPs mit endlichen Templates verwendet werden können.

Julius Tesarek
Fakultät: Technische Physik
Diplomarbeit:Background analysis of CRESST-III dark matter detectors
Betreuer: Samir Banik, Jochen Schieck
Inhalt: Um radioaktive Verunreinigungen, welche zu Hintergrundsignalen in Detektoren des CRESST-III Experiments führen, quantitativ abschätzen zu können, werden spezielle Analysemethoden weiterentwickelt und auf experimentelle Datensätze angewandt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer Analyse der Dauer der Pulssättigung für bestimmte Signalpulse.

Julius Tesarek konnte bei der Verleihung nicht persönlich anwesend sein und wurde per Video zugeschalten.


Wir gratulieren allen Ausgezeichneten herzlich zu ihrer herausragenden Leistung.