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Auszeichnungen für Forschung und Nachwuchstalente

Ein renommierter Forschungspreis und ein internationaler Studierendenwettbewerb unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz der TU Wien.

Hauptgebäude der TU Wien von unten hinauf fotografiert. Darübergelegt ein Pokal mit Konfettiregen.

© TUW/M. Heisler; tashechka stock.adobe.com

Ausgezeichnete Forschung an der TU Wien

Gleich zwei Erfolge gibt es an der TU Wien zu feiern: Alfredo Soldati wurde mit einer der bedeutendsten internationalen Auszeichnungen der Strömungsmechanik geehrt, während ein interdisziplinäres Studierendenteam den VDI-Wettbewerb „Integrale Planung“ gewann. Die beiden Auszeichnungen stehen exemplarisch für die Forschungsstärke und die praxisnahe Ausbildung an der TU Wien.

Portrait eines Mannes im Anzug

© Hendrik Kuhlmann

Alfredo Soldati

Alfredo Soldati erhält ASME Fluids Engineering Award 2026

Alfredo Soldati, Vorstand des Instituts für Strömungsmechanik und Wärmeübertragung an der TU Wien, ist mit dem ASME Fluids Engineering Award 2026 ausgezeichnet worden. Mit der renommierten Auszeichnung der American Society of Mechanical Engineers (ASME) werden Wissenschaftler_innen geehrt, die über viele Jahre hinweg herausragende Beiträge zur Strömungsmechanik geleistet haben. Der Soldati erhält den Award für seine grundlegenden Arbeiten zu turbulenten Mehrphasenströmungen sowie zum Transport und Zerfall von Partikeln, Tropfen und Blasen in turbulenten Strömungen. Im Rahmen der Preisverleihung hielt er zudem den Plenarvortrag „Droplets and Bubbles Breakup in Turbulence“.

Seine Forschung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Partikel, Tropfen und Blasen in turbulenten Strömungen bewegen, miteinander wechselwirken, sich verformen und schließlich zerfallen. Seine Forschungsgruppe kombiniert dazu hochauflösende numerische Simulationen mit präzisen optischen Experimenten, um Transportprozesse, Grenzflächendynamik und Zerfallsmechanismen zu untersuchen. Darüber hinaus entwickelten er und sein Team neuartige numerische Methoden und laserbasierte Messtechniken, mit denen sich kleinste Partikel- und Grenzflächenbewegungen sichtbar machen lassen.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung der ASME“, so Soldati. „Vor allem verstehe ich sie als Anerkennung der gemeinsamen Arbeit mit den vielen Studierenden und Kolleg_innen, mit denen ich im Laufe meiner Karriere zusammenarbeiten durfte. Ihnen allen gilt mein aufrichtiger Dank. Ich hoffe zudem, dass die Auszeichnung ein positives Licht auf das Forschungsumfeld an der TU Wien und der Universität Udine wirft, die diese Arbeit über viele Jahre hinweg unterstützt haben.“

Der ASME Fluids Engineering Award zählt zu den bedeutendsten internationalen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Strömungsmechanik und ist mit 1.000 € dotiert. Er wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die das Fachgebiet durch nachhaltige wissenschaftliche und technische Leistungen entscheidend geprägt haben.

Über Alfredo Soldati

Alfredo Soldati studierte Kerntechnik an der Universität Pisa und promovierte im Bereich Chemieingenieurwesen. Nach Anstellungen an der University of California, Santa Barbara, und der Universität Udine wurde er 2016 als Universitätsprofessor an die TU Wien berufen. Parallel dazu ist er weiterhin Professor an der Universität Udine. Zu seinen zahlreichen internationalen Auszeichnungen zählen unter anderem der ASME Freeman Scholar Award, Internationaler „Panetti Ferrari“-Preis und Goldmedaille sowie die Ernennung zum Fellow der American Physical Society und der European Society of Mechanics.

Zwei Männer, einer hält die Urkunde in der Hand, einer der Scheck.

© Rouven Selge / VDI

Simon Berger (links) und Elias Walder (rechts)

Studierendenteam der TU Wien gewinnt VDI-Wettbewerb „Integrale Planung“

Ein interdisziplinäres Team der TU Wien hat den 14. VDI-Wettbewerb „Integrale Planung“ 2025/26 gewonnen. Simon Berger und Elias Walder (Architektur) sowie Emanuel Aigner (Bauingenieurwesen) überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf „Building Gateways“ für ein nachhaltiges Torgebäude zur geplanten Hängebrücke der Bundesgartenschau (BUGA) 2031 in Wuppertal. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Gateway Wuppertal – Neues aus Bestehendem schaffen“ und widmete sich dem zirkulären Bauen. Aufgabe war es, ein ressourcenschonendes Torgebäude zu entwerfen, das bestehende Bauteile und Materialien weiterverwendet und zugleich Anforderungen an Architektur, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik integriert.

Der Siegerentwurf der TU Wien überzeugte durch seine präzise Ausarbeitung und seinen ganzheitlichen Planungsansatz. Das Team entwickelte ein maßgeschneidertes Re-Use-Konzept, in dem vorhandene Bauteile gestalterisch und konstruktiv sinnvoll eingesetzt werden. Gleichzeitig gelang es, statische, gebäudetechnische und architektonische Anforderungen zu einem stimmigen Gesamtkonzept auf hohem gestalterischem Niveau zusammenzuführen. Auch die sensible Einbindung des Gebäudes in den Standort wurde von der Jury besonders hervorgehoben. Die Arbeit entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Integrated BIM Design Lab“ am Forschungsbereich für Integrale Planung und Industriebau der TU Wien. In der Lehrveranstaltung arbeiten Studierende der Fakultäten Architektur und Bauingenieurwesen interdisziplinär zusammen und setzen Methoden wie Building Information Modelling (BIM), Finite-Elemente-Methoden (FEM) und parametrische Optimierung für ihre Entwürfe ein. Die TU Wien war mit insgesamt fünf Teams in der zweiten Wettbewerbsrunde vertreten und unterstrich damit ihre Stärke in der interdisziplinären Ausbildung. Der jährlich vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) organisierte Wettbewerb bringt Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen, Technischer Gebäudeausrüstung und Facility Management zusammen, um praxisnahe Lösungen für reale Planungsaufgaben zu entwickeln.

Die ausgezeichneten Entwürfe werden im BUGA-Lokal in Wuppertal öffentlich ausgestellt und sollen als Inspiration für das weitere Planungsverfahren des Torgebäudes dienen. Die Bundesgartenschau 2031 findet erstmals in Nordrhein-Westfalen statt. Geplant ist unter anderem eine bis zu 850 Meter lange Hängebrücke über das Wuppertal, die zur längsten Hängebrücke Deutschlands werden könnte.

 

Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich zu diesen Erfolgen!