FRAUENGERECHTER WOHNBAU IN ÖSTERREICH
Gleichstellungspolitischer Anspruch und strukturelle Relevanz von Modellprojekten
Wohnen ist eine zentrale soziale Infrastruktur und zugleich ein politisches Handlungsfeld, in dem Geschlechterverhältnisse und Sorgearbeit bis heute ungleich verankert sind. Der frauengerechte Wohnbau entstand aus feministischen Planungsdebatten, macht strukturelle Ausschlüsse sichtbar und hinterfragt vermeintlich neutrale Normen in der Planung. Mit der gleichberechtigten Einbindung von Frauen als Auftraggeberinnen, Planerinnen und Nutzerinnen sowie der Berücksichtigung von Alltagspraktiken, vielfältigen Haushaltsformen und gemeinschaftlichen Räumen formuliert er einen grundlegenden Transformationsanspruch für den öffentlichen Wohnbau.
Erstmals widmet sich dieses Buch den im frauenpolitischen Kontext entwickelten frauengerechten Modellwohnprojekten im österreichischen geförderten Wohnbau. Anhand einer qualitativ-empirischen Fallstudie werden ihre Entstehung, Umsetzung und langfristigen Wirkungen nachgezeichnet. Die Analyse macht sichtbar, wie insbesondere in Wien innovative Impulse dauerhaft in Förderinstrumente und Planungsprozesse integriert werden konnten – mit internationaler Ausstrahlung. Das Buch zeigt, wie die in frauengerechten Modellprojekten entwickelten Ansätze maßgeblich zur gendersensiblen, sozial gerechten und zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Wohnbaus beitragen.
Produktinformationen
Erschienen: März 2026Umfang: 502 Seiten
Format: 24 x 17 cm
Sprache: Deutsch, Deutsch
DOI: 10.34727/2026/isbn.978-3-85448-081-5
ISBN (Print): 978-3-85448-080-8
ISBN (Online): 978-3-85448-081-5

